Landarbeiter und Salonlöwe zugleich

Motor / 12.07.2013 • 14:03 Uhr
Vor 65 Jahren debütierte der allererste Land Rover. Defender heißt erseit 1990. Jubiläumszeichen ist das aktuelle Sondermodell „Rough“.
Vor 65 Jahren debütierte der allererste Land Rover. Defender heißt er
seit 1990. Jubiläumszeichen ist das aktuelle Sondermodell „Rough“.

Zum Jubiläum legt Land Rover mit dem „Rough“ ein Defender-Sondermodell auf.

Land Rover. (VN-bkh) An seiner Wiege stand die Notwendigkeit, ein robustes und günstiges Fahrzeug für den Arbeitseinsatz auf und zwischen den Feldern auf die Räder zu stellen, einen motorisierten Ackergaul mit Allradantrieb. 1948 fuhr sodann der allererste Land Rover aus den British Midlands in die Welt, als Landarbeiter, als „Farmer’s Friend“. Das im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen ohne kriegerische Vergangenheit, wiewohl er geprägt ist von der Rohstoffknappheit der Nachkriegszeit: Stahl war kaum, Leichtmetall von ausrangierten Flugzeugen dagegen reichlich vorhanden. Aus dieser Zeit stammt der Aluminium-Aufbau des (Ur-)Landies, der erst seit 1990, in seiner vierten Generation, Defender heißt, bis heuer, da Land Rover ein rundes Bestandsjubiläum feiert.

In 65 Jahren hat sich die Modellpalette des Offroad-Spezialisten erweitert und verbreitert. Per 1970 mit dem Edel-Allradler Range Rover, 1989 mit dem zwischen Landie und Rangie angesiedelten Discovery, 1997 mit dem Freelander als einem der ersten Sports Utility Vehicles, 2005 mit dem Range Rover Sport, der eigenständigen Sport-Version des Rangie, der gerade erneuert ist (siehe oben), 2010 mit dem Range Rover Evoque als Premium-SUV.

Seinen Geburtstag feiert der britische Traditionshersteller, der aktuell als Jaguar Land Rover mit mittlerweile indischem (Finanz-)Hintergrund auftritt, mit Sondermodellen, darunter vor allem einer Jubiläumsversion des Land Rover-Ahnvaters Defender. Der hat sich seine Ur-Gene bewahrt, als spartanischer Meister aller Wege und Stege. Dennoch hat er es geschafft, sich zum Salonlöwen zu mausern. Als Jubiläumssonderling mit Extra-Design-Zutaten (schwarze Alu-Räder, Riffelbleche an Stoßstangen und Trittbrettern) heißt er „Rough“, ist in Hellgrau oder in Bronze zu haben, hat ABS sowie Traktionskontrolle sowie – als Komfort-Zugeständnis – Klimaanlage, beheizbare Frontscheibe und -Vordersitze serienmäßig an Bord, nebst dem, und das gilt für alle aktuellen Defenders, neu eingepflanzten 2,2-Liter-Diesel.

Fakten

Land Rover Defender 2,2 TD4 „Rough“

» Motor/Antrieb: 2,2 l Diesel, 122 PS, 360 Nm, permanenter Allradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe mit Geländeuntersetzung, Mitteldifferenzialsperre

» Fahrleistungen: 15,8 sec. 0 auf 100, 145 km/h Spitze, ab 10,0 l Diesel

» Preis: Pkw ab 56.900 Euro; Lkw ab 42.358 Euro