Geschliffener Kompakt-SUV mit den Genen der G-Klasse

Motor / 26.04.2013 • 10:32 Uhr
Der optische Feinschliff steht dem GLK, dem Charakter-Typ unter den SUV, sichtlich. Fotos: VN/Steurer
Der optische Feinschliff steht dem GLK, dem Charakter-Typ unter den SUV, sichtlich. Fotos: VN/Steurer

Nach optischem und technischem Feinschliff: GLK mit höchsten Ansprüchen.

Mercedes. Hervorstechen und abheben aus einem immer dichteren Angebot an kompakten Geländewagen – so will Mercedes seinen Einstiegs-SUV positionieren. So soll der GLK optisch als Charaktertyp aus der Masse hervorstechen. Das bisher schon gradlinige Geländewagendesign wurde mit der Überarbeitung Ende 2012 um die aktuelle Formensprache der Limousinen-Modelle ergänzt. Der optische Feinschliff lässt den GLK dynamischer wirken und verleiht ihm noch etwas mehr Lifestyle-Flair. Am optischen Grundcharakter, der sich an der legendären G-Klasse orientiert, hat sich allerdings nichts geändert. Da legt Mercedes bei allen Design-Trends auch Wert darauf. Wo „G“ drauf steht, da ist auch „G“ drin, versprechen die Schwaben. Was damit gemeint ist? Der GLK ist kein reiner Asphalt-Schönling, sondern macht – zumindest in den 4-Matic-Versionen –auch im Unterholz eine gute Figur. Zwar kein Kraxler fürs Extreme, aber mit für dieses Segment sehr ordentlichen Offroad-Eigenschaften.

Wohlfühl-Ambiente

Bei der Qualitätsanmutung will sich der GLK abheben vom Mitbewerb. „Der Mercedes unter den Kompakt-SUV“ verspricht mit dem neuen Interieur höchsten Komfort. Materialauswahl und Verarbeitung sind top. Mit dem Wohlfühl-Ambiete ist der GLK auch auf langen Distanzen zu Hause – Limousinen-Qualität im SUV-Segment.

Das Motorenprogramm des GLK ist umfangreich. Im Testwagen, einem GLK 220 BlueTEC 4Matic, tat ein Vierzylinder-Diesel-Aggregat mit 170 PS Leistung Dienst. Der Selbstzünder erreicht in Kombination mit der Diesel-Abgasreinigung BlueTEC schon jetzt die EU6-Abgasnorm. Den Normverbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer verfehlte der GLK im Test mit 7,1 Litern nur knapp.

Überzeugend sind auch die Fahrleistungen: unaufgeregt beschleunigt der Kompakt-SUV im Bestfall in nur 8,8 Sekunden von 0 auf 100 und stoppt den Vortrieb erst bei 205 km/h. Bestwerte erreicht er dabei auch beim Geräusch-Komfort.

Ordentliches Platzangebot

Das Platzangebot für Fahrer und Mitfahrende ist ordentlich, auch das Gepäckabteil ist mit seinen 450 bis 1550 Litern Ladevolumen geräumig.

Zu haben ist der GLK mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen. Eines davon, der Totwinkel-Assistent, hat im Testfahrzeug allerdings ein Eigenleben entwickelt und unentwegt gewarnt. Ja, so etwas gibt es selbst in der automobilen Premium-Liga. Nichts ist unfehlbar – auch nicht ein GLK. Abgesehen davon ist der überarbeitete Einstiegs-SUV von Mercedes ein richtig gutes Auto.

Negativ: Der Totwinkel-Assistent im Testauto hat ein Eigenleben entwickelt und unentwegt gewarnt.
Negativ: Der Totwinkel-Assistent im Testauto hat ein Eigenleben entwickelt und unentwegt gewarnt.
Auch das Heck wurde optisch überarbeitet.
Auch das Heck wurde optisch überarbeitet.
Wohlfühl-Ambiente im Innenraum.
Wohlfühl-Ambiente im Innenraum.
Positiv: Prima Triebwerk, das schon jetzt die EU6-Abgasnorm erreicht und feine Fahrleistungen ermöglicht.
Positiv: Prima Triebwerk, das schon jetzt die EU6-Abgasnorm erreicht und feine Fahrleistungen ermöglicht.

Fakten

» Motor/Antrieb: 2,2-Liter Vierzylinder-Diesel mit 170 PS, 400 Nm Drehmoment, Allradantrieb, 7-Gang-Automatikgetriebe

» Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 8,8 Sek; Spitze 205 km/h; Verbrauch 6,5 Liter (169 g CO2/km); Test: 7,1 Liter

» Preis: ab 47.770 Euro; Testwagen: 67.118 Euro