F-Type: Der beste Jaguar aller Zeiten

Das absolute neue Highlight der Sportwagenszene: Ende Mai kommt der F-Type.
Jaguar. Man muss nur den richtigen Partner haben. Die neue britische Raubkatze ist das beste Beispiel dafür. Seit Jaguar Teil des indischen Tata-Konzerns ist, wirkt die Traditionsmarke befreit von jeglichen Hemmnissen, innovativ, optimistisch und in jeglicher Hinsicht fit für neue Taten. Die brauchen zwar ihre Reifezeit („Jaguar-Land Rover ist im Vergleich zu anderen Herstellern ja nur ein kleines Unternehmen“, entschuldigt sich das rührige, von Ford-Bürokratie entlastete Jaguar-Topmanagement), aber dafür präsentiert man dann im Fall der F-Serie ,,den besten Jaguar aller Zeiten“.
Unverwechselbar
Und das im Brustton der Überzeugung. Nach einigen hundert Kilometern praktischer F-„Erfahrung“ unter optimal anspruchsvollen Bedingungen in den einsamen Bergen Nordspaniens und des Baskenlandes ist völlig klar: Endlich, nach Jahrzehnten, wieder ein britischer Sportwagen, wie ihn nur die Briten bauen können, ein unverwechselbarer Athlet mit den Genen großer Jaguar-Legenden. Fazit: Der F ist ein Hammer. Vor dieser Raubkatze werden sich auch die deutschen Platzhirschen in acht nehmen müssen.
Krise hin, Krise her. Der Tata-Ableger aus Coventry verzeichnet, global gesehen, eine deutliche Absatzsteigerung, arbeitet gemach an neuen Modellen, neuen Motoren, entwickelt einen Allradantrieb und geht jetzt, am 25. Mai, mit dem F-Type auf den Markt, dem für Jaguar ,,wichtigsten Auto seit fünfzig Jahren“.
Mit einem Basispreis von 86.900 Euro ist es clever angesiedelt zwischen dem Porsche Boxster und dem Klassiker 911. Duckt sich flach über den Asphalt, das leichte neue Raubtier in seinem bestechend gestylten Vollalu-Kleid.
Breit, der Länge nach kompakt (4,47 Meter) und mit bestechenden Kernstärken: steife Karosserie, ideale Gewichtsverteilung des Hecktrieblers, standfeste Bremsen, tiefe Sitzposition, schnell ansprechende V6- und V8-Kompressormotoren (340, 360 und 495 PS), schnelle Achtstufenautomatik. Very british also, der F-Type. Fletscht ordentlich die Zähne und krallt sich in den Asphalt, dass es eine Freude ist.
Auspuff-Konzert
Das Ganze untermalt vom garantiert besten Sound der kompletten Auto-Szene. Ein F-Type ist nicht zu überhören. Schöner können Motoren nicht klingen. Die sanften Beben und die kleinen Explosionen kommen aus zwei oder gar vier unübersehbaren Endrohren der, wie es so schön heißt, „aktiven Auspuffanlage“.
Über dem netten kleinen „Kofferraum“ liegt, dezent zu einem Z gefaltet, das Textildach des rassereinen Roadsters, dahinter fährt ab Tempo 90 ein dezenter Spoiler aus (erzeugt bis zu 120 Kilo Zusatz-Anpressdruck). Die Türgriffe klappen automatisch aus und ein, ebenso die Belüftungsdüsen im jet-ähnlichen Erlebnis-Cockpit.
Das Fahrerlebnis beginnt mit einem Knopfdruck und einem ersten Grollen aus den Tiefen des F-Type-Motorraums. Man wünscht, es würde kein Ende nehmen.


Fakten
Jaguar F-Type
» Motoren: V6, 340 und 360 PS, V8, 495 PS, durchwegs Kompressor-Triebwerke
» Preise: 89.600 bis 124.000 Euro
» Markteinführung: 25. Mai