Eine Legende lebendiger denn je

Golf GTI – den kompakten Sportler gibt es erstmals in zwei Leistungsstufen.
VW. GTI – drei Buchstaben, die längst Automobilgeschichte geschrieben haben. Seit der Premiere 1976 hat sich der Sport-Golf fast 1,9 Millionen Mal verkauft und steht bis heute für die Demokratisierung sportlicher Automobile – ein fürs Volk leistbarer Vertreter der „Vollgas“-Liga also.
Und jetzt steht die nächste Generation am Start. In der siebten Auflage ist der GTI erstmals in zwei Leistungsstufen zu haben. Eine Basis-Version mit satten 220 PS und eine Performance-Variante mit 230 PS und zusätzlichen Sportwagen-Technologien. Zum Ur-GTI, der einst mit 110 PS aufhorchen ließ, bedeutet das zumindest eine Leistungsverdoppelung.
Deutlich mehr Drehmoment
100 Prozent mehr GTI – dafür ist der 2-Liter-Turbo-Direkteinspritzer mit einem neu entwickelten Zylinderkopf und einer wassergekühlten Abgasführung zum Turbolader verantwortlich. Im Vergleich zum direkten Vorgänger steht jetzt ein Drehmoment von 350 Nm (plus 70 Nm) bereit. Das Kraftpaket unter der Haube beschleunigt den schicken Kompakt-Sportler in nur 6,5 Sekunden auf Tempo 100 und lässt ihn etwa auf deutschen Autobahnen eine Spitze von 246 km/h erreichen. Ein Zehntel weniger für den Hunderter-Sprint und 4 km/h zusätzlich in der Spitze stehen auf dem Datenblatt der 230-PS-Performance-Version. Das Minus beim Verbrauch zum Vorgänger gibt VW mit bis zu 18 Prozent an (6 Liter/100 km).
Herausragend sind, das haben erste Testfahrten der VN gezeigt, die Fahreigenschaften der jüngsten GTI-Generation, ganz unabhängig ob „Normal“- oder Performance-Version. Die Agilität ist im Segment einzigartig. Der Golf hat Hochleistungstalente, die man ihm nicht zutrauen würde. Die Lenkung – präzise, dass es eine Freude ist. Und ein Fahrwerk: ganz großes Kino. Statt kompromissloser Härte, wie bei einigen Mitbewerbern, überzeugt der Golf GTI mit alltagstauglichem Fahrkomfort bei höchster Sportlichkeit.
Bei der Performance-Version kommt zudem eine neu entwickelte Vorderachs-Differenzialsperre zum Einsatz, die das Kurvenverhalten noch einmal optimiert. Die größer dimensionierte Bremsanlage mit rundum innenbelüfteten Scheiben ist eine Empfehlung für den Einsatz auf der Rennstrecke.
Den neuen GTI gibt es wie auch schon den Vorgänger mit 6-Gang-Handschaltung oder dem Doppelkupplungsgetriebe DSG, das die Gänge blitzschnell ohne Zugkraftunterbrechung wechselt.
Ganz ohne Firlefanz
Unverwechselbar ist das Äußere des GTI. Rot lackierte Bremssättel, schwarzer Kühlergrill in Wabenstruktur und jeweils links und rechts ein verchromtes Abgasrohr sowie innen Sitzbezüge mit dem legendären Karomuster – mehr braucht es nicht, um aus der Masse herauszustechen.
Marktstart für den agilsten Golf aller Zeiten ist parallel zum GTI-Treffen am Wörthersee Anfang Mai. Preise: ab 31.690 Euro (220 PS) bzw. 32.800 Euro (230 PS).


Fakten
Volkswagen Golf GTI
» GTI-Version: 2-Liter-Vierzylinder TSI, 220 PS Leistung, 350 Nm Drehmoment, 0 auf 100 in 6,5; Spitze 246 km/h, Verbrauch 6 l
» GTI-Performance: 2-Liter-Vierzylinder TSI, 230 PS; 350 Nm; 0 auf 100 in 6,4; Spitze 250 km/h, Verbrauch: 6 l.
» Preis: ab 31.690 Euro (3-Türer)