Dieseln geht jetzt automatisch

Nach dem Benziner koppelt Subaru nun auch den Selbstzünder mit CVT-Getriebe.
SUBARU. Der japanische Auto-Hersteller Subaru sieht sich als Pionier des Crossover-Trends. Das anhand des Outback, der 1995 als höher gelegter Allrad-Kombi den Markt betreten hatte. Damals trug er noch den Beinamen Legacy. Den hat er vier Jahre später abgelegt. 2009 startete er mit 200 Millimetern Bodenfreiheit in seine derzeit vierte Generation.
Den Pionier-Anspruch um eine Facette erweitert hat Subaru mit dem hauseigenen Dieselmotor. Das Debüt des Zweiliter-Vierzylinders erfolgte 2008. Es war das erste und ist bislang das einzige Pkw-Selbstzünder-Aggregat in Boxer-Bauweise. War dieser Antrieb bei seinem Start mit manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert, sind die Schaltstufen mittlerweile auf sechs erhöht. Was es jedoch bislang bei Subaru nicht gegeben hatte, das war die Paarung Diesel und Automatik.
Selbstzünder mit Automatik
Nun ist es so weit: Nachdem zu Beginn dieses Jahres der neu gemachte Forester mit dem 2009 eingeführten CVT-Getriebe, genannt „Lineartronic“, in Kombination mit Benzin-Antrieb an den Start gerollt war, folgt nun der erste Selbstzünder mit Automatik. Damit geht jetzt auch Dieseln automatisch vonstatten.
Der erste Kandidat dafür ist der Outback. Fürs Modelljahr 2013 wurde er zudem aktualisiert, mit minimalem Facelift außen – Retuschen an Kühlergrill, Front-Stoßstange, Nebelscheinwerfern – und einer Auffrischung innen, mit einer Neujustierung der Anzeige- und Bedienelemente – die Rückfahr-Kamera ist ins 4,3“-Audiosystem-Display integriert, der Schalter für die elektronische Parkbremse wurde in die Mittelkonsole verlegt.
Angesichts des Alleinstellungsmerkmals Boxer-Dieselantrieb mit stufenlosem CVT-Getriebe sieht sich Subaru erneut als Pionier. Das System ist adaptiv angelegt. Im manuellen Modus stellt es sieben Gangstufen, die via Schaltwippen gewechselt werden, bereit. Im Automatik-Modus steht eine Kickdown-Funktion zur Verfügung. Dabei wechselt das Getriebe kurzfristig auf manuelle Arbeitsweise und kehrt beim Loslassen des Gaspedals wieder auf die automatische Ebene zurück.
Und verspricht noch höheren Komfort bei gleicher Leistungsfähigkeit trotz 50 Kilo mehr (1624 kg Gesamtgewicht): Mit 150 PS (bei 3600 U/min) und 350 Nm (Drehmoment-Max. ab 1600 U/min) absolviert der Automat den 0-auf-100-Sprint mit 9,7 Sekunden in der gleichen Zeit wie der Schalter und erreicht ebenso seinen Top-Speed bei der 195 km/h-Marke.
Unterm Norm-Mixverbrauchsstrich stehen dabei 0,4 Liter mehr: 6,3 gegenüber 5,9. Die CO2-Emission wird mit 166 g/km – gegenüber 155 – beziffert.
Das Komfort-Versprechen erfüllt der automatische Outback in der Fahrpraxis mühelos. Vom Drehzahlkeller weg liefert der Antriebsstrang verzögerungsfreien und kraftvollen Schub, das Wechseln der Gangstufen ist nicht hör-, sondern lediglich an den Bewegungen des Drezahlmesser-Zeigers ablesbar.


Fakten
Subaru Outback 2.0D Lineartronic
» Motor/Antrieb: 2,0 Liter, Vierzylinder-Boxer, Commonrail-Turbodiesel, 150 PS, 350 Nm, permanenter Allradantrieb.
» Preis: ab 42.490 Euro
» Marktstart: im Laufe des April