Lasten-Transport mit hohem Komfort

Die aktuellen Nützlinge haben in vielen Bereichen längst Pkw-Eigenschaften.
KLEINTRANSPORTER. Klein ist eine relative Größe. Und so bezeichnet der Begriff „Kleintransporter“ ein weites Größen-Spektrum. Es handelt sich dabei um Nutzfahrzeuge, die mit dem Auto- (dem B-)Führerschein gefahren werden können, daher ein Maximalgewicht von 3500 kg nicht überschreiten dürfen.
Am oberen Größen-Ende des vielfältigen Angebots an Kleintransportern verschiedenster Hersteller – und Hersteller-Allianzen – firmiert unter anderem der Mercedes Vito Kastenwagen. Er ist in drei Längen zu haben, was bei Mercedes „kompakt“, „lang“ und „extralang“, konkret bis zu 5238 mm heißt. Er kostet ab 21.440 Euro. Das ist der Preis für den 110 CDI (ein 2,2-Liter-Diesel mit 95 PS). Nicht viel kleiner ist der bei Renault im mittleren Dimensionsbereich angesiedelte Traffic Kastenwagen. Er erreicht bis zu 5182 mm Außenlänge. Er ist ab 19.750 Euro zu haben. Zu diesem Betrag kann man in den 2.0 dCi, den Zweiliter-Diesel mit 90 PS, einsteigen.
Am untersten Dimensions-Ende der Lastenträger bietet ein Hersteller einen Kastenwagen an, den man eher vom Zweirad-Bereich her kennt: Piaggio. Dieser Produzent offeriert in der Transporter-Abteilung nicht nur die altbekannte Arbeitsbiene Ape – die gerade ein fashionables Revival feiert – an, sondern auch den ultrakompakten Kastenwagen Porter. Die Eckdaten: 3400 mm Länge, 1395 mm Breite, 1870 Höhe. Der Preis: ab 11.740 Euro für einen 1,3-Liter-Benziner mit 70 PS.
Schönheit oder innovatives Design ist im Kleintransporter-Segment weitgehend zweitrangig, denn es geht in erster Linie darum, auf möglichst kompakter Plattform möglichst viel Raum für Ladegut unterzubringen. Das Resultat sind kastenförmige Karosserien, die kaum Platz für optische Spielereien lassen.
Aerodynamisches Design
Dennoch scheint die Zeit der streng spartanischen Outfits und der komplett schnörkellosen Aufbauten vorbei zu sein – auch wenn ein gewisser Schwung in den Front-, Seiten- und Heck-Designs eher der Aerodynamik zuzuschreiben ist.
Anders ist das bei der Interieur-Gestaltung. Die Arbeitsplätze in den Transporten werden komfortabler, zum Beispiel mit ergonomisch hochwertigen Sitzen, individueller Justierbarkeit der Lenkräder und auch einer weit breiteren Auswahl an Komfort-Optionen als zuvor. Das betrifft ebenso die Ausstattung mit Sicherheits-Features. Zum Teil sind elektronische Fahrhilfen à la ESP bereits serienmäßig an Bord. Dem zu Grunde liegt unter anderem, dass eine Reihe von für den gewerblichen Einsatz gedachten Nützlingen nicht alleine als Waren- sondern auch als Personentransporter eingesetzt wird – und von Privaten, etwa Großfamilien. Der Trend, Kleintransporter in „zivilen“ Varianten anzubieten, verstärkt sich.
So gut wie alle auf den folgenden Seiten dargestellten Fahrzeuge sind auch in Pkw-Varianten zu haben. Nachdem es sich jedoch hier um die gewerblichen Modelle handelt, beziehen sich die angeführten Preise auf die Netto-Einstiegstarife.


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Redaktion: Michael Gasser (Ltg.), Beatrix Keckeis-Hiller
Fotos: Hersteller