Tanken nur im Notfall
2012 war das teuerste Spritjahr in der Geschichte Österreichs. 2013 dürfte sich daran kaum etwas ändern. Leider auch nicht zum Guten.
Tanken kommt teuer, manchmal sogar unverschämt teuer. Wer gezwungen ist, auf Autobahnraststätten Sprit nachzufüllen, der muss tief in die Taschen greifen. Das ist zwar kein Geheimnis, die aktuell erhobenen Zahlen der Arbeiterkammer erstaunen dennoch.
Die AK hat 2012 die Preise von 46 Autobahntankstellen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass Eurosuper im Schnitt 1,607 Euro und Diesel 1,580 Euro gekostet haben. In der zweiten Jahreshälfte haben sich die Mehrkosten zu Tankstellen in Stadt und Land praktisch verdoppelt. Die Abzocke in Zahlen: Eurosuper war durchschnittlich um 13,6 Prozent teurer, Diesel um 11,7 Prozent.
Wer an der Autobahn tankt, ist meist in einer Notlage. Es fehlt die Zeit, um abzufahren, oder die Tanknadel mahnt zu einem dringlichen Stopp. Freiwillig gibt niemand bei einer Tankfüllung um bis zu 1o Euro mehr aus.
Mittel gegen den Nepp an der Zapfsäule gibt es kaum. Erst wenn keiner mehr kommt, gehen die Preise nach unten. Aber das wird wohl nicht passieren.
michael.gasser@vn.vol.at, 05572/501-265
Kommentar