Ein SUV für Fahrfreude

Ford bringt neuen Kuga – größer und intelligenter, aber wieder agil und komfortabel.
Ford. Nach nur knapp fünf Jahren Marktpräsenz tauscht Ford seinen Kompaktklasse-SUV Kuga gegen ein neues Modell aus. Mit dem Ziel, in Europa wettbewerbsfähiger zu werden. Die Neuauflage hat im Wesentlichen den Vorteil eines adäquaten Größenwachstums, die acht Zentimeter mehr Länge wirken sich vor allem positiv auf die Kniefreiheit im Fond aus, die bisher recht bescheiden ausfiel. Außerdem vergrößert sich der Kofferraum um 46 Liter auf ein praktikables Volumensmaß von 456 Liter in Normalkonfiguration.
Stimmiges Äußeres
Dafür wirkt das Design halt nicht mehr ganz so knackig, was aber hinsichtlich des Mehrwerts durchaus zu verschmerzen ist. Überhaupt hat Ford mit dem neuen Kuga wieder ein formal sehr gelungenes Auto auf die Räder gestellt. Stämmig steht er da, schaut ob seiner Gestrecktheit erwachsener als früher aus. Auch die zweite Generation des Kuga punktet mit einer geglückten Symbiose aus Kurvengierigkeit und Gelassenheit. Das Fahrwerk ist über jeden Zweifel erhaben. Es folgt zackig jedem Lenkbefehl, ohne im Alltag die Insassen mit einer bockigen Feder-Dämpfereinheit zu malträtieren.
Engagiertes Fahren macht in diesem Ford-SUV Spaß. Kompliment an die Entwicklungsabteilung, die auch schon mit der Focus-Plattform (Basis für den neuen Kuga) punkten konnte.
Motorisiert wird der Newcomer durch je zwei 1,6 Liter Turbobenziner (150 oder 182 PS) bzw. Turbodiesel mit 2,0 Liter Hubraum und einer Leistung von 140 sowie 163 PS angeboten. Kombiniert werden die Triebwerke mit Frontantrieb oder einem besonders wirkungsvollen Lamellen-Allrad aus Eigenentwicklung. Außerdem stehen manuelle wie automatische Sechsganggetriebe zur Wahl.
Ordentliche Verarbeitung
Weiter reüssiert dieses im spanischen Valencia gefertigte Auto mit seinem leisen Fahrbetrieb, der Innenraum wurde exzellent gedämpft. Die Wahl der Interieurmaterialien ist teils einfach, die Verarbeitung ist aber gut. Das Dashboard gefällt vom Styling her, die Bedienung des Entertainmentmoduls könnte jedoch simpler vonstatten gehen. Viele kleine Knöpfchen machen die Handhabung dieser Einheit, welche auch das Navimenü umfasst, unübersichtlich.
Der Kuga 2 kann in Österreich in zwei Ausstattungslinien geordert werden. Neu ist die praktische automatisierte Heckklappe, sie öffnet und schließt nach einem angedeuteten Fußtritt unter die Heckschürze vollelektrisch. Daneben will man der Konkurrenz mit dem Connect-System Sync (bindet Handy, Musik und Notrufmöglichkeit ein) und einer Vielzahl von möglichen Assistenzsystemen das Leben schwer machen.
Fazit nach ersten VN-Testfahrten: Der neue Kuga ist ein sicheres Angebot, der seinen künftigen Besitzern und damit Ford in diesem Segment viel Freude machen wird.

Fakten
Ford Kuga
» Motoren: Zwei 1,6-Liter-Turbobenziner (150 und 182 PS), zwei 2-Liter-Turbodiesel (140 und 163 PS)
» Kraftübertragung: Frontantrieb/Allradantrieb, manuelles und automatisches Getriebe
» Preise: ab 26.900 Euro
» Marktstart: 1. März