Dacia: Viel Auto fürs kleine Geld

Motor / 30.11.2012 • 15:35 Uhr
Neues Markengesicht für die zweite Sandero-Generation. Als Stepway versprüht der Sandero einen Hauch von Abenteuer. Fotos: werk
Neues Markengesicht für die zweite Sandero-Generation. Als Stepway versprüht der Sandero einen Hauch von Abenteuer. Fotos: werk

Zweite Generation des Dacia Sandero: Mehr Qualität ganz ohne Aufpreis.

Dacia. Der Dacia Sandero mag nicht das schnellste, wohl auch nicht das schönste und vermutlich nicht das begehrenswerteste Automobil sein – aber er ist der preisgünstigste Kleinwagen Österreichs. Und bei Dacia gibt es viel Auto fürs kleine Geld. So geht der Sandero in der zweiten Generation mit einer Extra-Portion Qualität an den Start – ganz ohne Aufpreis, wie man es sich von der Billig-Marke Renaults erwartet.

Dacia ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 2004 wurden zwei Millionen Autos verkauft. Die Marke hat zufriedene Kunden, die eigenen Kundenbefragungen zufolge sowohl die Zuverlässigkeit als auch die Robustheit der Modelle schätzen. Je einfacher die Technik ist, desto weniger anfällig ist sie. Das macht Sinn. Wie auch die Preispolitik. Dacia setzt bei der Produktion auf Synergien: Sandero, Sandero-Stepway und Logan haben 80 Prozent Gleichteile. Das senkt die Produktionskosten. Motoren und Technik stammen von Renault – das spart Entwicklungskosten.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Die zweite Generation des Sandero, die es wie bisher auch im Offroad-Look als Sandero-Stepway gibt, bleibt ein Preisbrecher trotz deutlich verbesserter Qualität. Schon der optische Eindruck streicht die neue Wertigkeit hervor. Dacia hat dem Sandero das neue Marken-Design, das es seit Einführung des Dacia Duster gibt, verpasst. Der Sandero ist in der Länge etwas gewachsen und in der Höhe geschrumpft. Das lässt ihn agiler wirken. Der Innenraum ist ordentlich. Einfache Bedienung und Materialien, die selbst in der Haptik ganz o. k. sind. Einzig der Sitzkomfort entspricht nicht den Erwartungen. Die Sitzfläche ist kurz, der Seitenhalt gering. Dafür ist jetzt die Servolenkung serienmäßig. Und selbst ein Tempomat und ein Media-Navigations-System ist für geringen Aufpreis zu haben.

Gutes Platzangebot

Fünf Türen, ein gutes Raumgefühl und ein großer Kofferraum sind gute Argumente für den geräumigen Kleinwagen. So lässt sich das Ladevolumen beim Umklappen der Sitze von 320 Liter auf 1200 erhöhen.

Die Motorenpalette ist einfach gehalten: zwei Benziner und zwei Diesel, die zwischen 75 und 90 PS leisten. Überraschend: Renault spendiert dem Sandero den brandneuen Dreizylinder-Benziner mit 90 PS aus dem gerade präsentierten Clio. Ein ausgezeichnetes Aggregat, wie erste Testfahrten mit dem Sandero gezeigt haben.

Einen Hauch Abenteuer vermittelt der Sandero-Stepway durch seine Offroad-Optik. Er hat etwas mehr Bodenfreiheit, eine Dachreling und Unterfahrschutz.

Dacia hat auch in die Sicherheit investiert. So ist jetzt ESP serienmäßig an Bord. Das sollte beim Crashtest für 3 Sterne reichen. Ein Spitzenplatz ist in dieser Disziplin aber dennoch nicht drin.

Attraktiver Kleinwagen für wenig Geld.
Attraktiver Kleinwagen für wenig Geld.
Ordentlicher Innenraum, einfache Bedienung.
Ordentlicher Innenraum, einfache Bedienung.

Fakten

Dacia Sandero, Sandero-Stepway

» Motoren: 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS, 1,9-Liter mit 90 PS (5,4 l Verbrauch), zwei Diesel mit 75 und 90 PS (3,8 l Verbrauch).

» Preise: ab 7 490 Euro (Sandero), 10.190 Euro (Sandero-Stepway).

» Verkaufsstart in Österreich: Dezember 2012