Flachdach-Kraxler mit zwei Türen und vier Sitzplätzen

Motor / 16.11.2012 • 13:50 Uhr
Der Mini Paceman ist je nach Motorisierung als Fronttriebler oder als Allradler zu haben. Fotos: werk
Der Mini Paceman ist je nach Motorisierung als Fronttriebler oder als Allradler zu haben. Fotos: werk

Die siebente Variante des Kult-Zwergs ist die kompakteste Art eines Gelände-Coupés.

Mini. Die Mini-Familie wächst weiter. Der kultige Kleine, der mit deutscher Technik unter britischer Flagge segelt, ist um eine Modell-Version reicher: um den Paceman. Es ist die siebente Mini-Variante. Und es ist eine, die in die Nische der (sub)kompakten Sports Activity Coupés, kurz SAC, fährt. Darunter sind Fahrzeuge zu verstehen, die auf kurzer Gesamtlänge die Themen Kleinwagen, Coupé und (optionalen) Allrad-Antrieb unter ein Dach packen.

Letzteres ist beim Paceman sportiv flach gehalten. Im Kontext zwischen aufsteigender Schulter- und absteigender Dachlinie bleibt ein schmales Heckfenster übrig. Das erinnert stark an einen Engländer, der vor rund einem Jahr den Reigen der kompakte(re)n Premium-SUV-Coupés begründet hatte. Verwechslungsgefahr besteht keine: Die auffällig rundlich-prominenten Rücklichter des Mini sind – erstmals in der Baureihe – waagrecht gestellt und nicht senkrecht.

Variabler Innenraum

Basis des Paceman ist der Countryman (beide werden bei Magna in Graz gebaut). Als Coupé hat der Neue statt vier zwei in der Länge gestreckte Türen. Hinter diesen haben vier Personen Platz. Im Fond, auf den beiden Einzelsitzen, recht reichlich und bequem – für durchschnittlich groß gewachsene Menschen, die auch eine gewisse Verwindungsfähigkeit aufweisen müssen, um einigermaßen elegant die Rückreihe entern zu können. Hinter der Fond-Bank haben zwei Kabinen-Trolleys Platz. Oder ein Faltrad. Oder man klappt die Lehnen nach vor und gewinnt statt des 330-l-Basis-Kofferraum-Volumens einen Laderaum mit beachtlichen 1080 Liter Aufnahmevermögen

So variabel wie der Innenraum ist die Kombinationsmöglichkeit des 4,110 mm-Minis mit Motoren, Getrieben und Antrieben. An Aggregaten stehen zwei Benziner und zwei Diesel zur Wahl. Die Otto-Abteilung ist mit einem 122-PS-1600er und einem 184-PS-Turbo-1600er vertreten. Die Rudolf-Fraktion wird durch einen 112-PS-1600er- und einen 143-PS-Zweiliter-Commonrailer repräsentiert.

Der kleinere Selbstzünder soll mit 4,4 l Treibstoff pro 100 km im Mixbetrieb auskommen. Damit ist er der sparsamste Paceman. Auch beim CO2: Als Fronttriebler emittiert er davon 112 Gramm pro Kilometer.

Robust gehaltenes Styling

Gemäß der optischen und baulichen Offroad-Orientierung mit unter anderem robust gehaltenem Styling sowie erhöhter Fahrer-/Beifahrer-Sitzposition besteht für den Paceman die Option auf Allrad-Antrieb, bei Mini „All4“ genannt. Das gilt allerdings nicht für den Einstiegs-Benziner – erkennbar an der Typenbezeichnung Paceman Cooper (ohne S). Dafür kann man sich bei allen Motorisierungen aussuchen, ob man die sechs Gänge händisch oder – gegen Aufpreis – automatisch sortiert.

Was der Flachdach-Kraxler genauso kann wie seine Brüder, das ist das Fahrgefühl à la Gocart. Auch wenn die Sitzposition ungleich höher und die Kraft im Prinzip an die Vorderräder geschickt wird. Kräftiger und spontaner tut das naturgemäß der stärkere Diesel – Cooper SD Paceman – so wie auch der größere Benziner – Cooper S Paceman. Sollte das nicht reichen: Ein John Cooper Works Paceman mit 218 PS wird noch nachgereicht.

Keck und abgeflacht ist das Heck.
Keck und abgeflacht ist das Heck.
Passabel geräumiges Ladeabteil.
Passabel geräumiges Ladeabteil.

Fakten

Mini Paceman

» Motoren: Zwei Benziner: 1,6 l 122 PS, 1,6 Turbo 184 PS, zwei Turbo-Diesel: 1,6 l 112 PS, 2,0 l 143 PS.

» Antriebe: Frontantrieb, permanenter Allradantrieb

» Preis: ab 24.890 Euro (1,6 l Benziner 122 PS)

» Marktstart: 16. März 2013