Auch für Eva: der Opel Adam

Motor / 16.11.2012 • 13:50 Uhr
Opel will mit dem schicken Stadt-Flitzer Adam richtig durchstarten. Zu den Händlern kommt der Kleine Anfang 2013. Fotos: werk
Opel will mit dem schicken Stadt-Flitzer Adam richtig durchstarten. Zu den Händlern kommt der Kleine Anfang 2013. Fotos: werk

Der krisengeschüttelte Hersteller startet mit einem lässigen Kleinwagen voll durch.

Opel. Opel hat es nicht leicht. Man baut tolle Fahrzeuge, aber hängt an der Leine des US-Mutterkonzerns General Motors. Und die schickt oft dunkle Wolken Richtung Europa zu ihrer Marke mit dem Blitz im Logo.

Immerhin durfte sich die Traditionsmarke aus Rüsselsheim nun ihrer Wurzeln besinnen und das machen, was sie am besten kann: coole Flitzer bauen. Der neue Kleinwagen trägt wahrscheinlich als Tribut zum Familienoberhaupt Opel dessen Namen „Adam“ – okay, das ist nicht so cool. Dabei hat der Gründervater nie ein Auto gebaut. Er wurde mit der Herstellung von Nähmaschinen und Fahrrädern groß. Erst drei Jahre nach seinem Tod 1895 begannen die Erben mit der Automobilproduktion.

Der eben präsentierte Newcomer Opel Adam spannt den Bogen in die Gegenwart. Seine Motoren klingen zwar nicht wie eine Nähmaschine, doch im Stadtverkehr fühlt sich der 3,70-Meter-Zwerg wohl wie ein Fahrrad. Und das knuffige Design lässt vor allem die Herzen der Evas dieser Welt höherschlagen. Drei Fakten sind den Opelanern besonders wichtig: Erstens ist der neue Adam ein waschechter Deutscher. Entgegen dem Trend der Industrie, A-Segment-Baureihen in Billiglohnländern fertigen zu lassen, wird hier komplett im Werk Eisenach gebaut.

„Made in Germany“

Made in Germany bedeutet also viel, was man auch an der Qualität erkennen kann. Zweitens bietet der Adam extrem viele Individualisierungsmöglichkeiten und drittens ist man dank IntelliLink-Infotainment-System stolz, das bestvernetzte Auto der Klasse bieten zu können (Android und Apple iOS). Ab dem Frühjahr 2013 sorgt Adam für einen unkonventionellen, farbenfrohen Auftritt in der Stadt, der Dreitürer bietet aber auch beste Voraussetzungen für die Autobahn und Fahrten ins Grüne – Agilität heißt hier das Motto.

Dank seines spritzigen Designs samt neuem Markengesicht, dem kappenähnlichen Dachbogen und innovativen Stilakzenten hat dieser Blitz Erfolgspotenzial. Am Markt einschlagen könnte er auch dank seines für Einsteigerfahrzeuge unüblich hochwertigen Innenraums, der sogar Ambientelicht bietet. Vier Personen erfreuen sich dort an der vorzüglichen Qualitätsanmutung. Bis hin zu Lichteffekten am Dachhimmel im Stile Maybachs (64 LEDs um 380 Euro) haben die Entwickler an alles gedacht. Zum Start ist er mit drei Benzinmotoren (1,2 – 70 PS, 1,4 – 87 PS und 1,4 – 100 PS) in Verbindung mit Fünfgang-Schaltgetriebe verfügbar. Diesel kommt keiner, aber später einmal ein Turbobenziner mit Sechsgangbox. Adam Jam, Glam oder Slam heißen die drei Ausstattungswelten. 12 Karosseriefarben, drei Kontrasttöne fürs Dach, drei Folienbeklebungen, und 31 verschiedene Felgen-Designs mit Größen von 15 bis 18 Zoll verpassen ihre Wirkung nicht. Sogar eine OPC-Linie ist orderbar. Dagegen wirken der Einparkassistent oder der Flex-Fix-Fahrradträger fast ein wenig spröde.

Attraktiver Auftritt von allen Seiten.
Attraktiver Auftritt von allen Seiten.
Hochwertige Anmutung des Innenraums.
Hochwertige Anmutung des Innenraums.

Fakten

Opel Adam

» Motoren: Drei Benziner mit einem Leistungsspektrum von 70 bis 100 PS, Verbrauch im besten Fall 5,0 Liter

» Abmessungen: 3,7 Meter lang, 1086 Kilogramm schwer, Kofferraumvolumen von 170 bis 663 Liter

» Preis: noch offen (voraussichtlicher Einstieg bei 12.000 Euro)