Warum Mercedes den Arlberg als Kulisse für seine neuen Modelle gewählt hat

Mercedes-AMG bringt Influencer und internationale Journalisten nach Lech. Millionen Menschen werden die Fotos und Videos sehen.
Lech Edle Autos sind im Nobelort Lech an sich nichts Ungewöhnliches. Wer hat, der zeigt: Hier darf es gerne mal auch etwas größer und imposanter sein. Die Dichte an exklusiven Fahrzeugen, die derzeit auf den Straßen zwischen Warth und Lech unterwegs sind, sprengt allerdings auch für den Arlberg den Rahmen des Üblichen. Die sportliche Mercedes-Tochter AMG nutzt seit Anfang Woche die eindrucksvolle Bergkulisse für die Präsentation ihrer neuesten Modelle und hat Influencer und internationale Journalisten nach Lech gebracht.

“Es gibt eine enge Verbindung mit Österreich”, sagt Thilo Woitysak, der die Organisation der Presse-Events für den deutschen Premiumhersteller verantwortet. Im Vorjahr sei man schon einmal für eine Fahrpräsentation am Arlberg gewesen. “Dass wir auf Lech gestoßen sind, hat sich als Glücksgriff erwiesen”, beschreibt er die positiven Erfahrungen. Jetzt ist das Team zurück, wieder hoch oben vor edelster Kulisse. In den Arula Chalets in Oberlech werden innerhalb einer Woche etwa 60 Berichterstatter aus gut einem Dutzend Länder empfangen. Der exklusive Rahmen passt ganz zum Image der Marke.

Premium trifft auf Luxus: Auf dem Vorplatz der schicken Chalets werden die neuesten AMG-Modelle in Szene gesetzt. Ein italienischer TV-Journalist beschreibt voller Euphorie erste Fahreindrücke, die er bei der Anreise vom Flughafen München nach Lech gesammelt hat. Die Kamera rückt nicht nur ihn und das Auto, sondern auch die Umgebung gekonnt ins Bild. Am Ende werden es mehrere Millionen Menschen sein, die in den nächsten Wochen Fotos und Videos vom Arlberg sehen.

Lech ist Ziel- und Startort der exklusiven Fahrveranstaltung. Der Ort mit seinem exklusiven Charakter passe perfekt zum Produkt, befinden die Verantwortlichen. Das alleine wäre freilich zu wenig. “Zwischen München und dem Arlberg finden die Journalisten perfekte Straßen vor”, so AMG-Pressesprecher Jochen Übler. Da zählen Autobahnabschnitte ohne Tempolimit ebenso dazu, wie kurvenreiche Bergstrecken und schließlich die Einfahrt in den Ort, wo die bis zu 600 PS starken Autos im Elektro-Modus des Hybridantriebs praktisch geräuschlos hineinrollen können. Für den Arlberg spreche das Gesamtpaket aus Anfahrt und Bildwelten. Überhaupt genieße man in Österreich die Gastfreundschaft, Servicekultur und die Kulinarik. “Unsere Gäste fühlen sich hier wohl”, sagt Übler.

Das trifft auch auf das Mercedes-AMG-Team zu. Der Hersteller betreibt einen enormen Aufwand, um seine neuen Hybrid-Modelle im besten Licht präsentieren zu können und damit weltweit Aufmerksamkeit zu erzielen. Alleine ein knappes Dutzend Techniker kümmert sich um die Testfahrzeuge. Dafür wurde eine Werkstatt im Ort angemietet, in der die Fahrzeuge gepflegt und wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Als Drehscheibe für die Anreise dient der Flughafen München. Auch dort wurde in der Nähe eine entsprechende Infrastruktur geschaffen. Die Vorbereitungszeit betrage zwischen drei und sechs Monate, verrät der Event-Verantwortliche Thilo Woitysak.

Pragmatisch und hilfsbereit seien die Partner vor Ort, lobt Jochen Übler. Österreich werde auch in Zukunft als Destination für Fahrpräsentationen fix im Programm bleiben. Gut möglich also, dass dann auch in Lech wieder die neuesten Modelle des Automobilherstellers an den schönsten Fotospots Halt machen werden.
