So läuft in der neuen Fahrradsaison alles wie geschmiert

Mobilität / 27.03.2023 • 19:10 Uhr
Fabian Welte hat im Februar die Fahrradwerkstatt "Ride a Bike" in Lochau eröffnet. <span class="copyright">VN/Serra</span>
Fabian Welte hat im Februar die Fahrradwerkstatt “Ride a Bike” in Lochau eröffnet. VN/Serra

Fabian Welte zeigt, was Fahrräder nach der Winterpause brauchen.

Lochau In die Pedale, fertig, los! Mit den steigenden Temperaturen kommt die Fahrradsaison langsam aber sicher wieder in Fahrt. Fahrradmechaniker Fabian Welte zeigt, was man tun muss, damit nach der Winterpause auch alles wie geschmiert läuft. Der 32-Jährige ist seit Oktober 2017 mit der mobilen Fahrradwerkstatt „Ride a Bike“ in Vorarlberg unterwegs, Mitte Februar hat er sich außerdem mit einer fixen Fahrradwerkstatt in der Landstraße in Lochau sesshaft gemacht.

<strong>Ist genügend Luft in den Reifen?</strong> „Wenn gar keine Luft mehr drinnen ist, langsam aufpumpen und schauen, dass der Schlauch gleichmäßig auf der Felge aufliegt“, empfiehlt Fabian Welte. „Sonst kann es sein, dass der Schlauch seitlich rauskommt und dann platzt. Das macht einen brutalen Knall.“
Ist genügend Luft in den Reifen? „Wenn gar keine Luft mehr drinnen ist, langsam aufpumpen und schauen, dass der Schlauch gleichmäßig auf der Felge aufliegt“, empfiehlt Fabian Welte. „Sonst kann es sein, dass der Schlauch seitlich rauskommt und dann platzt. Das macht einen brutalen Knall.“
<strong>Die Kette ölen.</strong> „Wichtig ist, dass man sie nicht zu viel ölt, sonst bleibt der ganze Dreck daran hängen, die Glieder gehen zu und die Kette geht nicht mehr schön durch“, erläutert der „Ride a bike“-Chef. Von Kettensprays rät der Experte bei Rädern mit Scheibenbremse grundsätzlich ab, da sich dort hinterm Kranz die Bremsscheibe befindet. „Wenn da ein Tröpfchen raufkommt, dann hast du keine Reibung mehr. Das gibt ein riesigen Gequietsche und du musst den Bremsbelag wegwerfen“, erläutert er.
Die Kette ölen. „Wichtig ist, dass man sie nicht zu viel ölt, sonst bleibt der ganze Dreck daran hängen, die Glieder gehen zu und die Kette geht nicht mehr schön durch“, erläutert der „Ride a bike“-Chef. Von Kettensprays rät der Experte bei Rädern mit Scheibenbremse grundsätzlich ab, da sich dort hinterm Kranz die Bremsscheibe befindet. „Wenn da ein Tröpfchen raufkommt, dann hast du keine Reibung mehr. Das gibt ein riesigen Gequietsche und du musst den Bremsbelag wegwerfen“, erläutert er.

Vorarlberg ist bekanntlich ein Fahrradland. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verweist auf eine Statistik der Statistik Austria wonach jeder zweite Vorarlberger das Fahrrad mehrmals die Woche oder täglich als Verkehrsmittel nutzt und weitere drei von zehn zumindest gelegentlich. Vor der ersten Ausfahrt sollte unbedingt ein Servicecheck beim Fahrrad gemacht werden, rät VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Start Fahrradsaison Fabian Welte
Sitzt alles fest? „Der Lenker darf sich beim Fahren nicht verdrehen“, sagt Fabian Welte. Gleiches gilt für den Sattel. Die Pedale müssen fest sein und kein Spiel haben. Ebenfalls wichtig: Die Kontrolle der Schnellspanner bzw. Muttern an den Laufrädern sowie der Speichen. „Wenn die Speichen locker sind, sollte man sie unbedingt nachziehen, sonst kann es sein, dass man einen Achter bekommt.“
Für alle, bei denen sich der Bremshebel bis zum Griff durchdrücken lässt, hat Fabian Welte einen weiteren Tipp parat. „Es ist viel feiner, wenn die Bremse schon vorne zieht. Dann bekommt man viel mehr Kraft drauf“, merkt er an. „Hierfür einfach das Rädchen (siehe Bild) rausdrehen. Allerdings nicht zu weit, sonst wandern die Bremsbacken zu nahe zusammen und das Rad bremst durchgehend.“
Für alle, bei denen sich der Bremshebel bis zum Griff durchdrücken lässt, hat Fabian Welte einen weiteren Tipp parat. „Es ist viel feiner, wenn die Bremse schon vorne zieht. Dann bekommt man viel mehr Kraft drauf“, merkt er an. „Hierfür einfach das Rädchen (siehe Bild) rausdrehen. Allerdings nicht zu weit, sonst wandern die Bremsbacken zu nahe zusammen und das Rad bremst durchgehend.“

Vieles neu

Neu ist seit letztem Oktober, dass beim Überholen von Radfahrern innerorts ein Mindestabstand von 1,5 Metern und außerorts ein Mindestabstand von zwei Metern gilt. Erwachsene dürfen laut der StVO-Novelle zudem neben einem Kind radeln, um es zu schützen und abgestellte Fahrzeuge nicht mehr in Radwege oder Gehsteige hineinragen.

<strong>Kettenkontrolle!</strong> Durch die Belastung wird die Fahrradkette mit der Zeit länger. „Gerade bei E-Bikes mit Mittelmotor ist der Kettenverschleiß sehr hoch“, sagt der Experte. Mit der Fahrrad-Kettenmesslehre (im Bild) kann bestimmt werden, ob die Kette ausgetauscht werden muss. „Wenn man die Kette nicht regelmäßig wartet oder wechselt, dann musst du irgendwann den kompletten Antrieb wechseln, weil sich die Ritzel hinten mitdehnen“, warnt Fabian Welte.
Kettenkontrolle! Durch die Belastung wird die Fahrradkette mit der Zeit länger. „Gerade bei E-Bikes mit Mittelmotor ist der Kettenverschleiß sehr hoch“, sagt der Experte. Mit der Fahrrad-Kettenmesslehre (im Bild) kann bestimmt werden, ob die Kette ausgetauscht werden muss. „Wenn man die Kette nicht regelmäßig wartet oder wechselt, dann musst du irgendwann den kompletten Antrieb wechseln, weil sich die Ritzel hinten mitdehnen“, warnt Fabian Welte.
<strong>Was tun, wenn die Bremsen quietschen?</strong> Das passiert laut Fabian Welte oft, wenn die Felgen verschmutzt sind. Wenn das der Fall ist und es sich um ein Fahrrad mit Felgenbremse handelt, greift der Experte gerne zum Bremsenreiniger und Schleifpapier. „Bremsenreiniger auf die Felge auftragen und anschließend mit einem ganz feinen Schleifpapier ganz vorsichtig drüberfahren. Aber nicht übertreiben, sonst nimmt man zu viel Material ab“, ergänzt er.
Was tun, wenn die Bremsen quietschen? Das passiert laut Fabian Welte oft, wenn die Felgen verschmutzt sind. Wenn das der Fall ist und es sich um ein Fahrrad mit Felgenbremse handelt, greift der Experte gerne zum Bremsenreiniger und Schleifpapier. „Bremsenreiniger auf die Felge auftragen und anschließend mit einem ganz feinen Schleifpapier ganz vorsichtig drüberfahren. Aber nicht übertreiben, sonst nimmt man zu viel Material ab“, ergänzt er.