Ersatz für Grenzbrücke in Lustenau geht in Detailprüfung

Zwar ist die Vorstellung einer Bestvariante noch nicht in Sichtweite, in Lustenau hat man diesbezüglich jedoch verschiedene Erwartungen.
Bregenz, Lustenau Die Grenzbrücke zwischen dem eidgenössischen Au und Lustenau, auch als Rheinbrücke bekannt, erreicht bald das Ende ihrer Nutzungsdauer und muss ersetzt werden.
Das Tiefbauamt des Kantons St.Gallen hat in Abstimmung mit der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg die Planungsarbeiten im Spätsommer 2021 an eine Ingenieurgemeinschaft vergeben. Derzeit werden für Hauptvarianten für den Ersatz der 1957 eröffneten Grenzbrücke vertiefter ausgearbeitet und geprüft. Unter drei Brückenlösungen werde auch eine Tunnelvariante geprüft.

Dies wäre die Idealvorstellung der Lustenauer Grünen. “Was nicht sein kann, ist, dass einfach eine neue Brücke direkt neben der alten Querung hingeknallt wird”, ließ Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Christine Bösch-Vetter vergangene Woche wissen. Unterschiedlicher Meinung ist man in Lustenau jedoch, was der Neubau erreichen soll: Während Bösch-Vetter einen Tunnel als Teil eines Netzwerkes von kleinräumigen Umfahrungen und Grenzübergängen als Ersatz für ein Großprojekt, sprich S18, sehen kann, wehrte sich Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP) vergangene Woche in Vorarlberg LIVE gegen eine neue Grenzbrücke als Ersatz für die lang versprochene S18.
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Die Gemeinde Lustenau ist gemeinsam mit dem Kanton, dem Land Vorarlberg, der Gemeinde Au und den Zollbehörden der beiden Nationen im Leitungsausschuss vertreten. Dieser verantwortet neben der Variantenauswahl auch deren Entwicklung. Die Ergebnisse der Variantenstudie sollen voraussichtlich inklusive einer Bestvariante der Bevölkerung Ende 2023 präsentiert werden.