Neuer Charaktertyp in der Q-Herde

Mobilität / 16.02.2020 • 09:00 Uhr
Neuer Charaktertyp in der Q-Herde
So frisch und flott es geht: Der durchgestylte Audi Q3 Sportback fährt mitten hinein in den SUV-Coupé-Trend. VN/STIPLOVSEK

Mit dem SUV Coupé Q3 Sportback hat Audi einen sportiven Schaustehler auf die Räder gestellt.

AUDI Na also, geht doch! Wenn es eine Spur sportlicher sein soll, hat Audi in seiner Q-Herde jetzt einen echten Charaktertyp im Kompaktformat in der Auslage. Es hat ein Weilchen gedauert, bis auch die Ingolstädter in die immer beliebtere Nische der dynamisch anmutenden SUV Coupés hineingefahren sind. Das nun aber mit einem umso auffälligeren Hochbeiner. Tatsächlich streckt der neue Q3 Sportback, in ein von vorne bis hinten spannend ausgeformtes Blechkleid verpackt, seine Nase stolz in den Wind.

Form vor Funktion

Geduckt und gestreckt vollführt der Crossover im Zeichen der Ringe durch eine kraftvoll fließende Silhouette bis ins knackige Heck den temperamentvollen Auftritt. Mit einer überschaubaren Außenlänge von 4,50 Meter gibt das neue SUV-Coupé als Ableger des vergleichsweise braven Q3 den flotten Lifestyle-Softroader. So zielt der Sportback denn auch auf jüngere oder mutmaßlich jung gebliebene Freizeitaktivisten ab, die gerne etwas höher hinauswollen und denen dabei Form vor Funktion geht.

„Das stramm-straffe Sportfahrwerk kann auf Flickwerkstraßen schon mal ruppig zu Werke gehen.“

Fahreindruck

Und die dafür sogar bereit sind, dass sie für weniger Nutzwert auch noch mehr bezahlen. Die Coupélinie fordert nämlich ihren Tribut: weniger Platz im Fond, ein geringeres maximales Stauraumvolumen und eine bescheidene Sicht nach hinten. Tja, der erhöhte Aufmerksamkeitswert des aufreizenden Q3 Sportback hat im wahrsten Sinn des Wortes seinen Preis.

Neuer Charaktertyp in der Q-Herde
Moderne Kommandozentrale mit Topkonnektivität und feinem Materialmix.

Fondpassagiere aufgepasst

Was einen Piloten des Audi-SUV-Coupés vielleicht weniger kümmert, dafür großgewachsene Mitfahrer im Fond umso mehr, ist, dass sie sich auf der Rückbank verdammt nah kommen und dabei auch noch in Sorge geraten der Dachhimmel könnte ihnen auf den Kopf fallen. Sei´s drum: Auf den Vordersitzen geht es kommod und frei von Zwängen zu. So stellt sich schnell ein prima Fahrgefühl ein.

Was das Schrägheck-SUV auszeichnet, ist seine feine Innenarchitektur, die mit hochwertigem Materialmix und exzellenter Verarbeitung glänzt. Das Digital-Cockpit, Alu-Applikationen und das optional unten abgeflachte Lederlenkrad steigern zudem die Sportlichkeit im Umfeld. In Kombination mit der üppigen Auswahl an modernen Sicherheits- und Komfortfeatures hat der Audi-Vorzeigetyp zweifelsohne eine Vorzüglichkeit, die bei dem Hochpreisniveau auch erwartet werden darf.

Stets bemühter Begleiter

Und wie fährt sich das stadtfein ausstaffierte SUV-Coupé im Alltagsbetrieb? Mit dem 2,0-l-Turbodieseltyp auf Achse, stellte sich im VN-Test alsbald heraus, dass der 150-PS-Selbstzünder ein stets bemühter Begleiter ist, der infolge der Progressivlenkung jede Bewegung exakt mitnimmt und auf die Straße bringt. Dem Q3 Sportback geht mit dem Basisdiesel etwas die Leichtfüßigkeit ab, die Grunddynamik stimmt allerdings. Bisweilen wünscht man sich indes eine etwas harmonischere Automatik-Triebwerk-Einheit.

Neuer Charaktertyp in der Q-Herde
Mit aufreizend geformtem Heck zelebriert der Sportback den dynamischen Auftritt.

Verzichten muss man überdies beim Einsteigerdiesel mit Doppelkupplungsgetriebe auf den Allradantrieb. So hegt das Audi-SUV-Coupé als Fronttriebler denn auch keine Geländeambitionen. Macht nichts! Kraxeleien passen schließlich so gar nicht zum Lifestyle-Charakter des urbanen SUV Coupés.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, 150 PS, 340 Nm/1750-3000 U/min, Frontantrieb, ST7-Automatik

Fahrleistung/Verbrauch: 0-100 km/h: 9,3 Sek., Spitze: 205 km/h, Norm: 4,7 l (124 g CO2/km) Test: 6,1 l
Preis: 46.298 Euro, Testwagen (s-line): 66.478 Euro.