Nachhaltiges Projekt für mehr Sicherheit in Kenia

Vorarlberger aus dem Bregenzerwald setzten sich für Menschen in Kenia ein.
Hittisau Die fünf Vorarlberger Bianca, Severin, Sonja, Tobias und Wendelin möchten den Menschen in Kenia nicht nur kurzfristig, sondern vor allem nachhaltig helfen. Gemeinsam bilden sie den Verein „3,5 Wälder“. „Wir möchten ein wenig zurückgeben. Wir haben so viel, während andere so wenig haben. Etwas Gutes tun und dabei auch noch viel lernen – neue Menschen und Kulturen kennenlernen, das Eigene wieder mehr wertschätzen“, sagt das Team. „Wir haben das Privileg, in einem Teil der Welt aufzuwachsen und zu leben, in dem es den meisten gut geht und sie sich vieles leisten können. Wir wollen mit dem, was wir haben und können, direkt vor Ort helfen.“

Aus diesem Grund reisen die fünf bald erneut nach Kenia. Das diesjährige Projekt trägt den Titel „Feuer(t)raum“. Ziel ist es, den Menschen vor Ort zu zeigen, wie sie selbst sichere Feuerstellen bauen können, um die Gefahr von Verbrennungen zu verringern. „Wir wollen einen Ofen entwickeln, den sie mit den vorhandenen Materialien möglichst kostengünstig und später auch ohne unsere Hilfe bauen können“, erklärt das Team.

„Derzeit wird über offenen Feuerstellen gekocht – eine große Gefahrenquelle, vor allem für Kinder. Im Fall von Verbrennungen sind die Krankenhäuser oft zu weit entfernt oder der Aufenthalt ist unleistbar. Zudem wird beim offenen Feuer deutlich mehr Feuerholz verbraucht, was wiederum das Risiko von Schlangenbissen beim Sammeln erhöht.“

Zusätzlich ist ein gemeinsames Hausbauprojekt mit dem Verein PAMOJA geplant. Unterstützt werden dabei Familien, die sich in einer akuten Notlage befinden oder ihr Zuhause verloren haben. „Durch Spendengelder können wir für diese Menschen neue Häuser errichten. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass dadurch auch lokale Handwerker wenigstens für einige Wochen eine fixe Arbeit und ein geregeltes Einkommen erhalten“, so die Initiatoren. So konnte vor zwei Jahren gemeinsam mit vielen Spendern einem Haushalt mit elf Personen ein neues Zuhause ermöglicht werden. Außerdem wird Sonja als Physiotherapeutin im „Smallhome“, einem Heim für Kinder mit Beeinträchtigungen, mitarbeiten.

Um die Umsetzung der Projekte und die Reise im Juli zu ermöglichen, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Am 21. Juni findet daher ab 13 Uhr ein Bubble-Soccer-Turnier am Fußballplatz in Hittisau statt. „Jede und jeder hat die Möglichkeit, mit dem Kommen einen Beitrag für unser Projekt zu leisten – sei es als Teilnehmer beim Turnier oder bei der anschließenden Afterparty mit Live-Bands im Clubheim“, erklären die Veranstalter.

Für die teilnehmenden Teams gibt es attraktive Preise zu gewinnen, außerdem ist eine Versteigerung geplant. Der gesamte Erlös kommt den Projekten zugute. “Wir freuen uns auf jeden, der kommt. Auch kurzfristige Anmeldungen sind möglich.”
