Aus der Quelle der Leidenschaft Kraft schöpfen

Künstlerin Iris Niederer widmet sich seit dem Kindesalter ihrer Leidenschaft zum Malen.
Hörbranz Der berufliche Werdegang von Iris Niederer ist vielseitig. Die gebürtige Dornbirnerin hat zunächst eine Ausbildung als Schneiderin für Damenoberbekleidung absolviert. Danach entschied sie sich für eine Karriere als technische Zeichnerin im Bereich Maschinenbau. Nach einiger Zeit wechselte sie jedoch ins Gastgewerbe und arbeitete in einem Künstlercafé. Inzwischen ist die Vorarlbergerin seit 22 Jahren als Rechtsanwaltskanzleiassistentin angestellt. Was über die Jahre jedoch beibehalten hat und sich wie ein roter Faden durchgezogen hat, ist die Kunst. “Ich male von Kindesbeinen an”, erklärt sie.

Mit fünf Jahren hat sie die Kinderdorf-Bücher bei ihrem Opa, der selbst gemalt hat, entdeckt. “In diesen kleinen Büchern wurden so schöne und bunte Bilder von Kindern und Jugendlichen präsentiert”, erklärt Niederer. “Das hat mich irgendwie dazu inspiriert. Von dort an habe ich mich durch meine Kindheit durch gemalt.”


Später, im Erwachsenenalter, hat Niederer einige Kurse und Seminare besucht, um Techniken zu verbessern sowie Neues zu erlernen. “Ich habe einiges von Werner Bösch in Hard gelernt. Bei ihm habe ich mehrere Kurse besucht und absolviert.” Niederer beherrscht verschiedene Acryl- und Mischtechniken. “Mit Acryl zu malen ist schwieriger als mit Öl, weil es eine harte Farbe ist. Man kann also die Übergänge nicht so leicht gestalten, da Acryl nicht verschwimmt.”

Zudem liegt die Abstraktionsmalerei der Künstlerin sehr. “Ich mache einfach das, was mir gefällt, meine Malerei ist etwas plakativ, würde ich sagen.” Von Gegenständen bis zu Porträts und Tieren malt sie alles.

Ihre Kunst war früher bunter, nun konzentriert sich Niederer auf Blattgold. “Dieses ist nun seit einigen Jahren auf den Bildern dabei. Es ist aber ein schwieriger Prozess, zuerst kommt das Anlegemittel und dann das Blattgold, dass wirklich sehr dünn ist. Dieses wird mit dem Pinsel darauf gestrichen”, schildert sie. Somit ist auch ihre Goldserie entstanden. “Eine bekannte ist Modeschöpferin. Ich habe die Bilder ihren Kreationen angepasst, diese haben nämlich auch Gold in sich. Dann gab es eine Ausstellung dazu.”

Seit einigen Jahren hat die 54-Jährige auch die Keramikkunst für sich entdeckt. Seitdem kreiert sie verschiedenste Figuren aus Ton. “Das Malen von Bildern sowie das Arbeiten mit Ton ist meine Leidenschaft, in die ich ganz eintauchen kann, aus deren Quelle ich Kraft schöpfe und bei der ich ganz bei mir bin”, erklärt Iris Niederer.

Die Werke der Vorarlbergerin sind quer durchs Land ausgestellt, wie etwa im Hotel Martinspark in Dornbirn. Zudem ist sie eine der Ausstellerinnen und Aussteller der neuen Schau, der “gallery.T69” in Hohenems. Im “at & co” Zentrum sind verschiedenste Skulpturen und Werke vom 31. August bis zum 12. Oktober zu sehen.


ZUR Person
Iris Niederer
Wohnort Hörbranz
geboren 26.01.1970
Hobbys Malen, Töpfern, Golfen
Beruf Rechtsanwaltskanzleiassistentin