Neueröffnung: Erster indischer Foodtruck in Vorarlberg

Tahir Rajaji und seine Frau Nursat haben den ersten indischen Foodtruck im Ländle eröffnet.
Fußach Der Geruch von scharfem Curry steigt in die Nase und macht den Appetit. Wenn man nun in der Nähe des Parkplatzes vom Spar an der Harder Straße in Fußach steht, kann einem das passieren. Seit ein paar Tagen hat Tahir Rajaji seinen Foodtruck dort in der Nähe stehen. “Ich wollte etwas machen, das es hier nicht gibt. Deshalb habe ich den ersten indischen Foodtruck in Vorarlberg”, lächelt er.

Vor 18 Jahren ist Rajaji in die Schweiz ausgewandert und hat dort eine Hotelfachschule absolviert. Unmittelbar danach hat er den Weg nach Vorarlberg gefunden. “Ich habe in mehreren Gastronomiebetrieben gearbeitet, darunter im Gasthof Krönele, Hotel Kaiserstrand und Glashaus am See.” In der Coronazeit hat er eine Arbeit im Büro angefangen. Doch schnell hat Rajaji gemerkt, dass dies nichts für ihn ist. “Wenn man jahrelang in der Gastro gearbeitet hat, ist Büro nichts für einen. Ich habe es nicht so genossen”, sagt er.

Angesichts dessen hat er sich entschlossen, indische Küche in Form von Streetfood anzubieten. “Im Restaurant geht man elegant essen. Ich möchte gutes und preisgünstiges Essen anbieten.” Gemeinsam mit seiner Frau Nursat bereitet er alles vor. “Es ist ein Familienbetrieb. Wir machen es zu zweit. Ich habe noch einen Mitarbeiter, aber er ist geringfügig angestellt”, erläutert der 37-Jährige.

Sie bieten klassisches Curry an. Dabei gibt es vier Varianten: Vegetarisch, Vegan, mit Fleisch oder Fisch. “Die vier Varianten bleiben gleich, ich ändere nur jeden Montag die Art der Zubereitung, also das Curry.”

Als Vorspeise bietet der gebürtige Inder aus Gujarat Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen oder neuere Sachen wie Crunchy Chicken oder Chicken Balls. “Das ist ein neuer Trend. Ich mache auch das Streetfood Dessert ‘Fulda’. Das kommt eigentlich selten vor.” Dieses wird mit Chiasamen, Rosensirup, Milch und Vanilleeis zubereitet. “Ich möchte bald auch aus Rohrzucker frischen Saft machen”, deutet er an. “Eben neue Sachen, die es hier nicht gibt.”

Für seinen Truck hat er den Namen “Der Inder” ausgesucht, weil es einfach zu merken ist: “Da muss man nicht viel nachdenken, sondern kann sagen: komm gehen wir zu dem Inder.” Für den Anfang wird Rajaji seinen Foodtruck sieben Tage die Woche betreiben, jeweils von 11 Uhr bis 14 Uhr und von 17 Uhr bis 21 Uhr. “Dann werde ich schauen, an welchen Tagen weniger Leute kommen und einen Ruhetag einführen.”
