Kennen Sie die Personen auf diesem Bild?

Die VN suchen jene Personen, die am 13. Juni 1994 am Grenzübergang Oberhochsteg posierten.
Hörbranz Vor 30 Jahren stimmte Österreich über den Beitritt zur Europäischen Union ab. 66,6 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 82,3 Prozent der Wahlberechtigten befürworteten den geplanten EU-Beitritt. Das Ergebnis hielten die Vorarlberger Nachrichten mit einem Foto am Grenzübergang Oberhochsteg in Hörbranz fest.

Im Laufe der Jahrzehnte ging jedoch das Wissen um die Geschichte des Fotos verloren. Die VN würde interessieren, wie die Fotomodelle 30 Jahre später über das Bild und die Europäische Union denken. Kennen Sie eine der Personen oder Sie erkennen sich selbst wieder? Melden Sie sich bitte unter matthias.rauch@vn.at.

Bis zum Ende des Kalten Krieges stand vor allem der Staatsvertrag zwischen Österreich und einer Mitgliedschaft in der Westeuropäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Schuld war jedoch nicht Neutralitätsüberlegungen, sondern das Anschlussverbot: In diesem ist jede wie immer geartete politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland untersagt – primär die Sowjetunion sah diese durch eine Mitgliedschaft in der EWG, einer Vorläuferorganisation der späteren EU, erfüllt. Österreich trat der Europäische Freihandelsassoziation EFTA bei.
Ab dem Sommer 1989 bemühte sich Österreich um eine EU-Mitgliedschaft, wie auch die EFTA-Mitglieder Finnland, Norwegen und Schweden. Zuvor wechselten bereits Großbritannien, Dänemark, Portugal von der EFTA zur EU, Norwegen blieb schlussendlich gemeinsam mit der Schweiz, Island und Liechtenstein in der EFTA. 1994 war es dann so weit: ÖVP und SPÖ unterstützten den EU-Beitritt. Die FPÖ fürchtete EU-Zentralismus und einen Verlust österreichischer Identität. Die Grünen wiederum ungenügenden Umwelt-Standards und eine Abschottung Europas vor der Welt. Linke Bewegungen warnten vor der kapitalistischen Orientierung des westlichen Wirtschaftsbundes.