Frieden statt Hetze

Offene Jugendarbeit Villa K präsentiert bald ihr neues Filmprojekt.
Bludenz Im Frühling fanden die Dreharbeiten statt, nun ist es endlich so weit. Der Kurzfilm „ANGEKOMMEN – Junge Menschen, die sich selbst gerettet haben“ der offenen Jugendarbeit Villa K in Bludenz ist fertig. Darin erzählen fünf Jugendliche, die nach Vorarlberg geflüchtet sind, über ihre Erfahrung. „Sie wussten nicht, welche Fragen im Gespräch auf sie zukommen. Sie wurden von Hamza Ahmadi, der selbst Fluchterfahrung hat, interviewt“, erzählt Marco Wagner, Leiter des Projekts und Jugendarbeiter.

Die größte Arbeit wartete erst nach den Dreharbeiten auf die Filmcrew und Wagner. „Wir hatten am Ende drei Stunden Filmmaterial. Die große Herausforderung war es im Anschluss, dieses Material auf Kurzfilmformat in 10 bis 15 Minuten Länge zu kürzen“, erklärt er. Doch das ist ihnen gelungen – der Kurzfilm wird seine Premiere am 12. Dezember im Bludenzer Kino feiern.

Mehr Inklusion
Ziel des Filmprojekts ist, die Integration in Vorarlberg zu stärken. „Wir möchten damit einen Beitrag für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft, die sich im Wandel befindet, leisten“, sagt Marco Wagner. Jungen Menschen mit Fluchterfahrung soll so eine Plattform geboten werden. Denn das Projekt zeigt positive Integrationsbeispiele, um negativen Vorurteilen entgegenzuwirken. „Gerade in der heutigen Zeit einer sich zuspitzenden Polarisierung, Spaltung der Gesellschaft und einer Tendenz zur politischen Radikalisierung mit zunehmend demokratiefeindlichen Zügen erachten wir solche Projekte als enorm wichtig.“

Der Film schlägt bereits vor der Premiere Wellen, denn er erreichte den zweiten Platz beim Vorarlberger Jugendwettbewerb. „Unsere Intention bei der Teilnahme war es, dass wir einfach so viele Menschen wie möglich mit dem Film erreichen wollen“, sagt der Jugendarbeiter. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir den zweiten Platz beim Wettbewerb erreichen. Es hat uns sehr gefreut.“ Beim interregionalen Finale des Jugendprojektwettbewerbs in der Schweiz schaffte es das Projekt auf den dritten Platz.
