Satte Rabatte: Das bietet der Vorarlberger Handel zum Black Friday

Menschen / 21.11.2023 • 16:50 Uhr
Am Freitag regnet es fast überall Rabatte. <span class="copyright">pem</span>
Am Freitag regnet es fast überall Rabatte. pem

Der Black Friday steht wieder vor der Tür. Dabei muss man einiges beachten.

Dornbirn Hunderte Menschen rennen die Mitarbeiter im Geschäft nieder. Andere streiten sich um das letzte Produkt. Ganz so chaotisch wie in den USA geht es in Vorarlberg am Black Friday nicht zu. Der Black Friday (sowie der Cyber Monday) ist eine Verkaufsveranstaltung des Einzelhandels, die Rabatte in den Fokus stellt und so die Verbraucher zum Einkaufen animiert. Was früher nur ein Tag voller Schnäppchen war, hat es sich mittlerweile zu einer ganzen Schnäppchenwoche – der Black Week – entwickelt.

Auch bei Tom Tailor gibt es in dieser Woche Rabatt. <span class="copyright">pem</span>
Auch bei Tom Tailor gibt es in dieser Woche Rabatt. pem
Bei Mango gelten die 50 Prozent bis Cyber Monday.<span class="copyright"> pem</span>
Bei Mango gelten die 50 Prozent bis Cyber Monday. pem

Die aufmerksamkeitserregenden Plakate hängen bereits an jedem Geschäft. Auch bei Intersport Fischer in Dornbirn gibt es Rabatt. “Wir haben auch am Freitag und Samstag 15 Prozent auf alles, außer Fahrräder, E-Bikes und Ähnliches. Irgendwie hat es sich ergeben, dass man beim Black Friday mitmacht”, erklärt Geschäftsführer Daniel Mätzler.

Unter anderem gibt es auch Rabatte auf das Wintersortiment. <span class="copyright">PEM</span>
Unter anderem gibt es auch Rabatte auf das Wintersortiment. PEM
Bei Intersport Fischer gibt es ein großes Sortiment.<span class="copyright"> pem</span>
Bei Intersport Fischer gibt es ein großes Sortiment. pem

Doch er ist sich sicher, dass die Konsumenten nicht nur wegen des Angebotes ins Geschäft kommen. “Den Rabatt nehmen die mit, die bei uns an dem Tag zum Shoppen kommen, ein Zuckerl obendrauf. Ich glaube, die Leute schätzen mehr unseren Service, den es beim Online-Kauf nicht gibt”, erläutert Mätzler. Bei der Verkaufskette “Mango” in der Innenstadt hat der Sonderverkauf bereits angefangen. Dort erwarten die Kunden 50 Prozent auf ausgewählte Produkte bis einschließlich Cyber Monday (Montag).

Die 15 Prozent gibt es klassisch nur am Freitag (Black Friday). <span class="copyright">pem</span>
Die 15 Prozent gibt es klassisch nur am Freitag (Black Friday). pem

Obwohl die roten Tafeln mit den “Sonderverkauf” oder “Bis zu 25 Prozent reduziert”- Schriftzügen verlockend sind, ist dennoch Vorsicht geboten. “Es ist so, dass nicht jedes Schnäppchen wirklich eins ist”, erklärt Franz Valandro vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. “Die Rabatte gehen nämlich vom unverbindlichen Herstellerrichtpreis aus. Deswegen würde es sich lohnen, den Preis des Produktes zwischen Online- und stationärem Handel zu vergleichen. Denn nicht immer ist es online billiger. “Besonders zu beachten sind Errungenschaften im Internet. “Der psychologische Verkaufsdruck spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn man sieht, dass vom gewünschten Produkt nur noch vier übrig sind, dann neigt man dazu rasch zuzugreifen. So werden Konsumenten manipuliert”, erklärt Valandro.

Franz Valandro arbeitet seit 2014 als Konsumentenschützer bei der Arbeiterkammer. <span class="copyright">monika bischof</span>
Franz Valandro arbeitet seit 2014 als Konsumentenschützer bei der Arbeiterkammer. monika bischof

Beim Online-Kauf verbergen sich noch andere Gefahren. Der Black Friday sei für einige auch eine Schuldenfalle, obwohl Vorarlberger im Schnitt mit 253 Euro am wenigsten im Gegensatz zu anderen Bundesländern ausgeben. “Die Möglichkeit des Online-Kaufs geht so leicht. Viele verlieren da die finanzielle Übersicht, dies kann wiederum dazu führen, dass die finanziellen Mittel schnell ausgeschöpft sind”, betont er. “Für Fake-Shops ist der Black Friday ebenfalls eine Hochsaison.” Die Menschen sind darauf bedacht, die Ware zum günstigsten Preis zu bekommen. Im Kaufrausch verfängt man sich dann schnell in das Netz der Betrüger. “Deswegen sollte man trotz verlockender Rabatte einen kühlen Kopf behalten”, so der Experte. “Es ist vergleichbar damit, wie wenn man mit Hunger in ein Lebensmittelgeschäft geht. Man kauft immer mehr ein. Deswegen sollte man sich im Vorfeld genau überlegen, was man wirklich benötigt.”