Denkmäler und Erinnerungsorte im Dock20 in Lustenau

Besondere Ausstellung unter dem Titel “Fallende Helden. Künstlerische Strategien des Erinnerns und Gedenkens” .
Lustenau In Kooperation mit dem Projekt #OhneAngstVerschiedenSein des Jüdischem Museums in Hohenems eröffnete im DOCK 20 eine Gruppenausstellung rund um Denkmäler und Erinnerungsorte.

Wem gedenken wir, wenn wir der Opfer des Nationalsozialismus und der Shoah gedenken? Welche Ausdrucksformen kennt die österreichische Erinnerungskultur? Und wer ist überhaupt Teil des erinnernden Kollektivs? Sieben internationale und regionale Künstler präsentieren Arbeiten, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Im Fokus steht auch die Vorarlberger Nachkriegsgeschichte: Der Marokkanerstern in Feldkirch, der 1945 durch marokkanische Soldaten, die für die französische Armee kämpften, in eine Felswand geschlagen wurde. Sie schufen sich selbst ein Monument, um ihren Beitrag an der Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus zu sichtbar zu machen. Ihre Nachfahren leben bis heute in der Region. Die Geschichte von Zwangsarbeiter:innen in regionalen Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben, die im Zuge der NS-Zwangsökonomie überall eingesetzt wurden.
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Sowie das Erinnern an das Attentat in der Nenzinger Au im Mai 2016 durch einen jungen Mann, der viele Jahre seiner Jugend in der organisierten Neonaziszene verbracht hat. Die Arbeiten mit regionalen Themen werden von internationalen Arbeiten begleitet und somit über den lokalen Rahmen hinaus kontextualisiert. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung.
Unter den Vernissagegästen waren unter anderem Hanno und Astrid Loewy, Kathrin Dünser, Kurt Greussing, Eva Häfele, Uta Belina Waeger, Oliver Heinzle, Thomas Häusle, Eva und Wolfgang Bösch, Helga und Franz Gassner sowie Peter Wehinger.
Die Ausstellung läuft bis zum 14. Jänner 2024, Dock 20, Lustenau


