Marlies und Franz Wagner luden zu traditionellem Hausmusikabend

Der Konzertabend in Wien bildete den stimmungsvollen Auftakt zum Lech Classic Festival.
Wien, Lech Es ist bereits zur Tradition geworden, dass Marlies und Franz Wagner zum Hausmusikabend in ihre Wohnung in Wien laden, um sich mit zahlreichen Gästen auf das Lech Classic Festival einzustimmen.

Das Programm des Abends war vielseitig und bot den Gästen ein faszinierendes Klangerlebnis. Hauptaugenmerk lag auf der Aufführung des Klavierquartetts Nr. 3 von Ludwig van Beethoven, welches der Komponist im Alter von nur 18 Jahren in Bonn komponiert hatte. Diese Etüde, ganz im Stile Mozarts gehalten, wurde von Beethoven selbst nicht besonders wertgeschätzt und fand daher keinen Platz in seinem Werkverzeichnis.

Dennoch erfreute sich das Publikum an diesem selten gespielten Meisterwerk. Highlight des Abends waren die beiden italienischen Meisterinstrumente, die von den renommierten Musikern Dalibor Karvay und Sebastian Bru zum Einsatz kamen. Rund 600 Stradivaris sind heute auf dem Markt erhältlich, deren Qualität und Marktwert sich zwischen zwei und drei Millionen Euro bewegt. Karvay präsentierte seine „neue große Liebe“ – eine Violine von Antonio Stradivari „ex Benecke“ (Cremona 1694) – während Bru auf einem historischen Meisterinstrument, einem Violoncello „ex von Zweygberg“ von Giovanni Battista Guadagnini (Piacenza 1749), spielte.

Ergänzend zum Hauptprogramm des Abends spielten die Musiker weitere beeindruckende Stücke: Sebastian Bru führte die Kadenz aus dem Cellokonzert von Friedrich Gulda auf, Dalibor Karvay begeisterte mit Paganinis Caprice Nr. 23 und Jasminka Stančul setzte mit einer höchst virtuosen, attraktiven Komposition des Griechen Boris Papandopulo – Studia No. 1 – den Schlusspunkt des Abends.

Davon begeistert zeigten sich unter anderem Eva Moosbrugger, Heidi und Paul Senger-Weiss sowie Günter Rhomberg.
Die Künstler des Hausmusikabends werden auch beim kommenden Lech Classic Festival auftreten.