Im Dienste der Studierenden

Der Döner darf als beliebter Snack nach Partynächten nicht fehlen.
Simon Ehe (23) engagiert sich im “Verein der Vorarlberger in Wien”.
WIEN, Röns Wer als Vorarlberger beschließt, in Wien zu studieren, wird früher oder später mit ihm in Berührung kommen: mit Simon Ehe. Der 23-Jährige ist – gemeinsam mit Hannah Gerster – verantwortlich für die Studierenden im „Verein der Vorarlberger in Wien“. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, „ausgewanderte“ Personen aus Vorarlberg in der Hauptstadt zusammenzubringen.
„Im Prinzip ist der Verein eine Gemeinschaft, in dem es über das Jahr verteilt verschiedenste Veranstaltungen für alle Vorarlberger in Wien gibt“, erklärt Ehe seine Aufgaben. Zu diesen Events gehört der jährliche Ball im Palais Ferstel, aber auch Käsknöpfle-Partien und weihnachtliche Zusammenkünfte zu Nikolaus. All diese Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit, zählt der Verein im Moment doch an die 1300 Mitglieder.
„Außerdem versuchen wir, speziell die Studenten immer wieder zu ‚Hocks‘ einzuladen, meistens zwei Mal pro Semester“, erläutert der Rönser weiter. Dann wird auch mal gemeinsam das Finale der Champions League geschaut: „Die ersten Getränke gehen dann meistens auf uns, dieses Budget haben wir“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Stark frequentiert sei auch die Facebook-Seite des Vereins, immer wieder würden dort Mitfahrgelegenheiten oder Transportmöglichkeiten in Richtung Vorarlberg angeboten.
Maschinenbauer mit Leib und Seele
Auch für Simon Ehe ging es aufgrund eines Studiums nach Wien, im Moment absolviert er an der Technischen Universität das Bachelor-Studium für „Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau“. Dieser Weg war etwas vorgezeichnet, absolvierte er doch auch die HTL in Bregenz. Mittlerweile ist er im siebten Semester, im kommenden Jahr soll der Abschluss und danach ein Master-Studiengang folgen.
Beruflich ergeben sich für Ehe im Moment eine neue Perspektive, so ist er seit ungefähr einem halben Jahr Teil des Tschaggunser Start-ups „Sodex“: „Vor ein paar Wochen haben wir die Firmengründung vollzogen.“ Konzipiert wurde ein Produkt zur Automatisierung von Baggern, entstanden ist es aus einer Gruppe von ehemaligen Schülern der HTL Rankweil. Dieses Projekt bereitet Simon Ehe viel Freude: „Das ist echt eine coole Idee, ich kann da auch ganz einfach neben dem Studium aus dem Homeoffice mitarbeiten.“ Aber auch ansonsten biete der Maschinenbau viele berufliche Möglichkeiten: „Für diese Entscheidung habe ich ja noch Zeit.“
Über die Musik zum Verein
In seiner Freizeit sitzt Simon Ehe gerne am Klavier, das sei – wie der Gesang – ein wichtiger Ausgleich zum stressigen Alltag im Leben zwischen Studium und Arbeit. Und irgendwie war die Musik auch wegweisend in den Verein der Vorarlberger. Ein mit der Familie befreundeter Klavier-Professor in Wien erzählte von der Organisation, bereits im zweiten Monat nach dem Umzug saß Ehe zum ersten Mal bei einem Treffen: „Ich war zwar nur auf der Suche nach einer Band in Wien. Aber es ist sehr fein, dass man über den Verein Kontakt zu Gleichgesinnten haben kann. Das schätzen wir alle wirklich sehr“, bereut er keine Sekunde. Und das soll der Gruppe auch noch lange erhalten bleiben. MAX
„Es ist sehr fein, dass man über unseren Verein Kontakt zu Gleichgesinnten haben kann.“


Die Musik sei ein wichtiger Teil seines Lebens, erklärt Simon Ehe. Über ebendiese kam er auch irgendwie zum Verein der Vorarlberger in Wien.

Der Verein der Vorarlberger in Wien zählt nach eigenen Angaben an die 1300 Mitglieder.
Zur Person
Simon Ehe
Teil des „Vereins der Vorarlberger in Wien“
Geboren 28. Februar 1998, Feldkirch
Wohnort Wien-Margareten, Röns
Ausbildung HTL Bregenz, aktuell Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurswesen/Maschinenbau an der TU Wien
Familie Eltern Birgitt und Peter, zwei jüngere Schwestern