Currywurst ade: Gerhard Schröder rügt Kantinenpläne von VW

Wolfsburg Der deutsche Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (77) hat sich in Sachen Wurst zu Wort gemeldet. Er ärgert sich über die Abschaffung der berühmten VW-Currywurst in einer der Werkskantinen des Wolfsburger Autobauers. „Wenn ich noch im Aufsichtsrat von VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben“, schrieb Schröder in einem Beitrag auf der sozialen Plattform Linkedin. „Vegetarische Ernährung ist gut, ich selbst mache das phasenweise auch. Aber grundsätzlich keine Currywurst? Nein!“, machte er klar. „Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben.“ Dazu setzte er den Hashtag „#rettetdieCurrywurst“. Dem SPD-Altkanzler, der niedersächsischer Ministerpräsident von 1990 bis 1998 und Vertreter des Landes im Aufsichtsrat von VW war, folgen auf Linkedin rund 64.000 User.
Vegetarische Alternativen
Das Betriebsrestaurant im Markenhochhaus von VW soll nach dem Werksurlaub fleischfrei sein. In der Kantine wenige Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird es die berühmte Wurst aber weiterhin geben. Viele Mitarbeiter wünschten sich vegetarische und vegane Alternativen, hieß es in einem internen Info-Schreiben.
Dass Schröder eine Vorliebe für Gegrilltes hat, ist seit den 1990er Jahren bekannt. Als Kanzler weihte er dann 2002 einen US-Präsidenten in die heimische Esskultur ein: Für George W. Bush bestellte er am Pariser Platz in Berlin Currywurst und Apfelstrudel.