Krankenhaus nach Herz-OP verlassen

Prinz Philip kann nach einem Monat wieder zu seiner
Familie.
London Das dürfte die Queen aufatmen lassen: Prinz Philip hat seinen Spitalsaufenthalt in London beendet. Der 99 Jahre alte Ehemann von Königin Elizabeth II. verließ am Dienstag das King-Edward-VII.-Hospital in London, nachdem er rund einen Monat in verschiedenen Kliniken verbracht hatte. Er wurde dabei erfolgreich am Herzen operiert. „Seine Königliche Hoheit möchte sich bei allen medizinischen Fachkräften bedanken“, teilte der Palast nach Philips Ankunft auf Schloss Windsor mit.
Auch für Genesungswünsche bedankte sich der Royal. Aus Palastkreisen hieß es, er sei „guter Dinge“. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Philip auf der Rücksitzbank eines schwarzen Autos das Krankenhausgelände verließ. Er sah geschwächt aus, konnte aber offenbar selbstständig in das Fahrzeug einsteigen. Der genaue Grund für die ursprüngliche Einweisung des Herzogs von Edinburgh, wie Philip in Großbritannien genannt wird, ist nicht bekannt. Er habe eine Infektion gehabt, hieß es lediglich. Mit dem Coronavirus hatte das aber nichts zu tun. Prinz Philip und die Queen haben bereits mindestens eine Impfung erhalten.
Lichtblick für die Royals
Dass Philip nun wieder in den Palast zurückkehrt, ist ein Lichtblick für die Royals, die in den vergangenen Wochen viel Ärger hatten. Prinz Harry und Herzogin Meghan, die sich vom Königshaus losgesagt haben und inzwischen mit ihrem ein Jahr alten Sohn Archie in Kalifornien leben, hatten kürzlich mit einem Interview im US-Fernsehen eine Rassismusdebatte ausgelöst.
Harrys Bruder William sah sich daraufhin zu der Feststellung gezwungen, die Königsfamilie sei „überhaupt nicht“ rassistisch. Harry zeigte sich zudem schwer enttäuscht von seinem Vater Charles, der zeitweise nicht einmal mehr ans Telefon gegangen sein soll.
All das drohte das Königshaus in seinen Grundfesten zu erschüttern. Doch dann kam ein anderes Thema auf, das die Schlagzeilen dominierte: Das tragische Schicksal der auf ihrem Nachhauseweg in London entführten und getöteten Sarah Everard bewegte die Nation. Im Verdacht steht ein 48 Jahre alter Polizist. Ein Aufschrei gegen Gewalt an Frauen ging durchs Land.
Williams Frau, Herzogin Kate, mischte sich am Samstag ohne großes Aufsehen unter die Trauernden. Sie erinnere sich daran, wie es gewesen sei, vor ihrer Hochzeit mit William alleine durch London zu gehen, ließ der Palast wissen. Die ehrlich wirkende Geste von Kate versöhnte viele Briten wieder ein bisschen mit ihrem Königshaus.