Vergewaltigungsvorwürfe gegen Gérard Depardieu

Paris Schauspieler Gérard Depardieu ist erneut mit einem Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Vergewaltigung konfrontiert. Der Fall rühre von Vorwürfen einer jungen Schauspielerin aus dem Jahr 2018, meldeten französische Medien.
Ermittlungen wieder aufgenommen
Erste Ermittlungen gegen den Darsteller wurden 2019 mangels Beweisen fallengelassen, nun aber wieder aufgenommen. Im Dezember sei gegen Depardieu vorläufig der Vorwurf der Vergewaltigung und des sexuellen Übergriffs erhoben worden, teilte das Büro der Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag der Nachrichtenagentur AP mit. Verhaftet worden sei der 72-Jährige zu diesem Zeitpunkt nicht.
Die Frau wirft Depardieu nach Berichten der Zeitung „Le Parisien“ und des Senders BFM TV vor, sich am 7. und 13. August 2018 in seinem Haus in der französischen Hauptstadt an ihr vergangen zu haben. Die zwei sollen sich kennengelernt haben, als der Star eine Meisterklasse an ihrer Schauspielschule gab, wie BFM TV meldete. Anzeige erstattete die zwischen 20 und 30 Jahre alte Schauspielerin zunächst in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence. Die Ermittlungen übernahmen dann Pariser Beamte, die den Fall aber bald fallenließen.
Depardieus Anwalt Hervé Temime äußerte sich zunächst nicht zu den wieder aufgenommenen Ermittlungen. Früher erklärte er aber, dass der Schauspieler die Vorwürfe kategorisch zurückweise.