Vom Bodensee bis zur Schesaplana

Die VN fragen nach: Bewegung tut der Seele und dem Körper gut. Wo gehen Sie gerne spazieren oder wandern?
schwarzach Wandern und Spaziergehen erlebt seit einigen Jahren ein regelrechtes Revival. Die VN fragten nach, wo Vorarlberger während eines hektischen Alltags den Kopf auslüften und nebenbei ihren Körper trainieren.
Weil Konzerte und Liveauftritte seit mittlerweile fast einem Jahr coronabedingt ausfallen müssen, hat auch Sängerin Ida Gerstenmayer (auch bekannt als Mona Ida, 23) mehr Zeit für Spaziergänge. „Am liebsten gehe ich an den Bodensee spazieren, fast täglich. Zurzeit muss man sich eben selbst etwas mitnehmen, weil man nirgendwo etwas trinken gehen kann“, sagt die Bregenzerin. Beim Spazieren kommt dann auch musikalische Inspiration. Um Mona Ida war es in den vergangenen Monaten zwar etwas stiller: „Aber es kommt wieder etwas ins Rollen. Wir schreiben viel und nehmen wöchentlich zu Hause Musik auf.“ Erst kürzlich veröffentlichte sie ihr neues Lied „New Normality“, das die Situation rund um Corona thematisiert. Den Song soll es bald auf den Streaming-Plattformen Spotify und Apple Music geben. Den Start von der Haustür aus mag Nina Winkler und das bietet ihre absolute Lieblingsrunde, die etwa eine Stunde dauert. Wenn es sich ausgeht, läuft die Verlegerin täglich von Dornbirn auf den Romberg. „Nach einer kurzen Strecke entlang der Kehlerstraße geht es über den Bickwald zum Fuße des Romberg, von dort den steilen Stich hinauf bis zur Kapelle“, erklärt die 38-Jährige einen Teil ihres Lieblingsweges. Was ihr besonders gut gefällt, sie die Varianten, die der Weg oben bietet. „Für den Rückweg nimmt man entweder den Weg über den Oberfallenberg oder man hält sich rechts Richtung Bantling und Watzenegg.“ Es ist eine Runde, die einen atemberaubenden Blick über Dornbirn bietet.
Obwohl es schwerfällt und Jürgen Kessler viele schöne Wege zum Wandern einfallen würden, fällt seine Wahl auf das Brandnertal. Einer seiner Lieblingswanderwege führt den Wolfurter vom Brandner Innertal aus den Palüdbach entlang durchs Zalimtal, vorbei an der Oberen Brüggele Alpe zur Oberzalim Hütte. Von dort steil den Leibersteig hinauf zur Mannheimerhütte. „Nach dem obligatorischen Jassabend geht´s frühmorgens über den Brandner Gletscher auf die Schesaplana“, beschreibt der Wirtschaftsbund-Direktor die Tour weiter. Der Abstieg führt den 45-Jährigen via Totalphütte vorbei am Lünersee über den Bösen Tritt talwärts. Mit dem Bus oder zu Fuß geht es nach Brand. Einen Geheimtipp hat Kessler: „Unbedingt den Badesee mit Gletscherwasser ausprobieren.“ VN-PAG, MIH

