Impfung ist Privatsache der Queen

Menschen / 03.01.2021 • 22:27 Uhr

Prinz Charles: Pandemie darf Kampf gegen Krebs nicht schwächen. Spitäler unter Druck.

London Mit ihren 94 Jahren gehört sie zur Hochrisikogruppe: Aber ob die britische Königin Elizabeth II. bereits gegen das Coronavirus geimpft wurde, soll Privatsache bleiben. Das sagte eine Sprecherin des Buckingham-Palasts am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in London. Öffentliche Äußerungen dazu werde es nicht geben. Die Queen hatte die Weihnachtstage gemeinsam mit Prinz Philip (99) auf Schloss Windsor verbracht und auf Familientreffen verzichtet.

Weniger Scheu vor der Öffentlichkeit hatte die dänische Königin Margrethe II. (80) gezeigt. Sie wurde an Neujahr gegen das Coronavirus geimpft, wie das dänische Königshaus am Freitagnachmittag mitteilte. Ihre zweite Dosis erhält sie demnach in rund drei Wochen.

Unerkannter Krebs

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat davor gewarnt, wegen der Coronavirus-Pandemie im Kampf gegen die Folgen von Krebserkrankungen nachzulassen. Die Krankenhäuser in Großbritannien sind derzeit unter erheblichem Druck wegen der vielen Covid-19-Fälle. Wegen der hohen Auslastung des Gesundheitswesens blieben schätzungsweise 50.000 Krebserkrankungen nun unerkannt, zitierte der 72 Jahre alte Royal den Verein Macmillan Cancer Support in einem Gastbeitrag im „Telegraph“ am Samstag. Gleichzeitig habe der Verein, dessen Schirmherr Charles ist, ein Drittel seines Spendenaufkommens eingebüßt. Der älteste Sohn der Queen rief seine Landsleute dazu auf, weiter großzügig zu sein. „In vielen Fällen sind wegen der Pandemie aus Schwierigkeiten Krisen geworden, aus einem Gefühl der Isolation ist eine tatsächliche Trennung geworden – und wenn lebensnotwendige Operationen in manchen Fällen verschoben wurden, ist aus Angst Verzweiflung geworden“, schrieb Charles.