Fit durch die Coronakrise

Menschen / 08.11.2020 • 19:18 Uhr
Für Jürgen Mock sind Spaziergänge im Wald Balsam für die Seele. Privat
Für Jürgen Mock sind Spaziergänge im Wald Balsam für die Seele. Privat

Die VN fragen nach: Wie halten Sie sich im zweiten Lockdown körperlich fit?

schwarzach Regelmäßiger Sport stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch ein Ausgleich zum stressigen Berufsalltag. Die VN haben nachgefragt, wie Vorarlberger Bewegung in ihren Alltag bringen und sich in der Coronakrise fit halten.

Immobilienexpertin Petra Kreuzer bekommt in den Bergen ihren Kopf frei und tankt so neue Kraft und Energie. Der zweite Lockdown bringt nach eigenen Worten für die 50-Jährige keine Einschränkungen, da Bergtouren und Wanderungen in der Natur und an der frischen Luft erlaubt sind. „Im Gegenteil: Sport und frische Luft sind gerade in Zeiten von Corona sehr wichtig. Je nach Wetterlage und Zeit unternehme ich entweder eine kurze Wanderung direkt von der Haustüre aus oder mache eine Tagestour zu einem der vielen traumhaften Gipfel in unserem wanderbaren Vorarlberg“, sagte die Dornbirnerin.

Neben ausreichend Schlaf ist für Personaltrainer Jürgen Mock viel Bewegung an der frischen Luft ein Muss. Besonders Spaziergänge im Wald stehen bei dem 58-Jährigen auf der Tagesordnung. Dazu kommen viermal pro Woche Laufeinheiten von jeweils fünf Kilometern und dreimal wöchentlich Krafttraining inklusive Dehnungsübungen im eigenen Trainingsraum. Natürlich spielt für den Hörbranzer auch gesunde Ernährung eine große Rolle. „Ich koche täglich frisch, regional und lasse mir Zeit beim Zubereiten. So stärke ich mein Immunsystem, die Abwehrkräfte und es stärkt zugleich die Psyche“, so Mock.

Manfred Brunner, Landesstellenleiter der Österreichischen Gebietskrankenkasse (ÖGK) bedauert, dass er seinem Hobby, dem Klettern, derzeit nicht wie gewohnt nachkommen kann. „Klettern ist leider momentan nicht möglich, nachdem die Kletterhalle aufgrund des Lockdowns schließen musste“, so der 58-Jährige. Ausgleich findet der Höchster in den Bergen, wo es ihn jetzt vermehrt zum Wandern hinzieht.

Marc Girardelli, fünffacher Skiweltcupgesamtsieger, sieht für sportlich aktive Menschen im Lockdown durchaus auch Vorteile. „Es gibt nämlich viele, die sind ganz auf ihre Sportarten fixiert. Das ist ja normalerweise nichts Schlechtes. Aber wenn diese gemeinschaftlichen Sportaktivitäten wegen Corona nicht mehr möglich sind, kann man sich auf etwas Neues konzentrieren“, so der 57-jährige. Was er anderen empfiehlt und auch selbst macht, ist Bewegung in der Natur. Joggen, wandern, radfahren – all das sei nicht nur gesund, sondern biete auch die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen. „Man erlebt die Natur, deren Schönheit und deren Geräusche. Wer das nicht kennt, wird überrascht und erfreut sein“, sagt der Lustenauer.

Manfred Brunner findet Ausgleich in den Bergen. Stiplovsek
Manfred Brunner findet Ausgleich in den Bergen. Stiplovsek
Marc Girardelli liebt Bewegung in der Natur. Gepa
Marc Girardelli liebt Bewegung in der Natur. Gepa
Selina hat am Wochenende das schöne Wetter für eine ausgedehnte Joggingrunde genutzt. Paulitisch
Selina hat am Wochenende das schöne Wetter für eine ausgedehnte Joggingrunde genutzt. Paulitisch