Laura Bilgeri startet in einer neuen Rolle durch

Menschen / 21.10.2020 • 10:00 Uhr
Die Leidenschaft für die Musik kommt bei Laura Bilgeri nicht von ungefähr.
Die Leidenschaft für die Musik kommt bei Laura Bilgeri nicht von ungefähr.

Die Coronakrise hat im Leben der Vorarlberger Schauspielerin auch positive Spuren hinterlassen.

Lustenau Eigentlich wäre Laura Bilgeri derzeit in den USA und würde ihrer großen Leidenschaft, der Schauspielerei, nachgehen – wäre da nicht die Coronapandemie. Seit dem Lockdown im Frühjahr steht die Filmindustrie quasi still und zwang die Vorarlbergerin, die seit 2014 in den USA lebt, zu einem verfrühten Heimaturlaub. Mittlerweile sind sieben Monate vergangen, eine baldige Rückkehr in ihre Wahlheimat New York scheint unwahrscheinlich. „New York ist menschenleer, und auch Los Angeles ist nicht mehr die pulsierende Stadt, die sie einmal war. Das Ganze hat katastrophale Auswirkungen für alle freischaffenden Künstler“, bedauert die 25-Jährige im Gespräch mit den VN. Untätig geblieben ist die Tochter von Rockprofessor Reinhold Bilgeri in den vergangenen Monaten aber nicht. Denn schon bald steht ihr erster offizieller Auftritt als Sängerin an.

Streisand als Idol

Die Leidenschaft für die Musik kommt bei Laura Bilgeri nicht von ungefähr. “Das Singen schlummerte eigentlich schon lange in meiner Seele, aber als ich 2007 mein Idol Barbra Streisand live in Wien gesehen hatte, war ich vom Singen verzaubert”, erzählt Bilgeri, die im zarten Alter von 16 Jahren eine Musical-Ausbildung in München absolviert hat. Große Leidenschaft hegt die Schauspielerin für Musik aus den 40er-, 50er- und 60er-Jahren. “Persönlich empfinde ich Jazz als zeitloses Statement. Es gibt mir das Gefühl, die Welt sei noch in Ordnung.”

Ihre ersten Projekte als Sängerin kamen gleichzeitig mit dem Lockdown im Frühjahr ins Rollen. “Ich wurde im Mai von meinem lieben Freund Armin Weber angefragt, bei einem seiner Livestream-Gigs zugunsten von Künstlern aufzutreten. Bei der Suche nach einem Pianisten traf ich auf Christof Waibel. Wir haben uns sofort bestens verstanden und beschlossen unser kleines Duo fortzusetzen.” Es folgte ein TV Auftritt bei „Guten Morgen Österreich“, und bei einer spontanen Jamsession mit Waibels Band “Stompin’ Howie & the Voodoo Train” entstand die Idee für gemeinsame Konzerte. Bei ihrem Konzert im Freudenhaus in Lustenau möchte Laura Bilgeri auch ihren ersten eigenen Song präsentieren. “Er handelt von einer kleinen Liebesgeschichte und ist eine Mischung aus Bossa Nova und poppigem Jazz”, verrät sie.

Geplante Filmprojekte

Die Schauspielerei stehe trotz ihrer Leidenschaft für das Singen immer noch an erster Stelle. Vor Kurzem stand sie gemeinsam mit Manuel Rubey, Eva Herzig und Theresa Riess für den ORF/MDR-Thriller “Jeanny – Das 5. Mädchen” unter der Regie von Andreas Kopriva in Wien vor der Kamera. Sollte alles nach Plan laufen, stehen für die 25-Jährige im nächsten Frühjahr Dreharbeiten zu einer britisch-kanadischen Co-Produktion in Barcelona an, bei der auch Schauspieler Richard Sammel, bekannt aus Quentin Tarantinos “Inglorious Bastards”, mitwirken wird. Die Schauspielerin steht außerdem kurz davor, eine begehrte Rolle in James Mangolds (“Walk The Line”) geplantem Film über das Leben von Bob Dylan mit Nachwuchstalent Timothée Chalamet zu ergattern. “Es sind noch zwei weitere Schauspielerinnen im Rennen. Wenn es klappt, werde ich in die Rolle seiner Freundin schlüpfen. Das wäre natürlich der Hammer.”

Stompin’ Howie & The Voodoo Train & very special guest Laura Bilgeri im Freudenhaus Lustenau: 7. November, 20 Uhr, Tickets: bit.ly/3dcEBi8 und im Botta Lustenau