“Harry ist für mich ein Riesengeschenk”

Menschen / 07.09.2020 • 22:06 Uhr
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Adele Neuhauser über Wehmut beim Staffelfinale, Tatort-Partner Harald Krassnitzer und Corona.

Köln, wien Nach den coronabedingten kreativen Leerläufen geht es nun auch für Adele Neuhauser auf den Bildschirmen wieder los. Das und jenes musste nachgedreht werden, gerade war sie zum 23. Mal als Partnerin von Harald Krassnitzer im „Tatort“ in der Folge „Pumpen“ zu sehen, und am 14. September startet mit einer Doppelfolge die neunte und letzte Staffel der Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“. Aktuell dreht sie in Köln die Miniserie „Unter Freunden stirbt man nicht“.

 

Frau Neuhauser, taucht Wehmut auf, wenn man weiß, dass eine so erfolgreiche Serie wie die „Vier Frauen“ ins Finale geht?

Neuhauser Zunächst ist es Freude, die auftaucht. Nämlich darüber, dass eine begonnene Arbeit fertiggestellt werden konnte und nun sichtbar wird. Wehmut ist natürlich auch da, vor allem, weil wir wieder so außergewöhnliche Drehbücher hatten, die uns körperlich und geistig voll forderten. Die sogenannte „Äktschn“ reichte vom Wirbeln in eiskaltem Wasser bis zu Ringkämpfen.

 

War der Grund für das endgültige Aus der Serie simpel die Tatsache, dass die Geschichte auserzählt scheint?

Neuhauser Als wir mit der letzten Staffel begannen, haben wir alle gewusst: es ist vorbei. Rein gefühlsmäßig kann ich mir aber vorstellen, dass früher oder später doch noch einmal die Lust auftaucht, etwas draufzusetzen, und sei es auch nur eine einzige Story in Spielfilmlänge. Denn Geschichten, wie wir sie miterlebt haben, sieht man ja wirklich nicht alle Tage.

 

Sie standen 23 Mal mit Harald Krassnitzer für einen „Tatort“ vor der Kamera. Führt dies nicht fast zu familiären Bindungen?

Neuhauser Schon. Ich freue mich auf jedes Mal, wenn ich meinen Freund Harry wieder sehe, freue mich auf die Arbeit ebenso wie auf die privaten Gespräche. Mein Tatort-Partner Harry ist für mich ein Riesengeschenk.

Apropos Geschenk: Er feiert jetzt seinen 60. Geburtstag. Schenken Sie ihm etwas ganz Spezielles?

Neuhauser Er hat zwar gesagt, ich darf nicht, hat es mir verboten, doch mir ist natürlich etwas eingefallen. Darf ich hier natürlich nicht verraten. Fragen Sie ihn bei Gelegenheit. Ich hoffe, er wird sich freuen.

 

Für künstlerisch tätige Menschen war der Corona-Lockdown gewiss eine besondere Zeit. Wie haben Sie sie erlebt?

Neuhauser Die ersten Wochen empfand ich als sehr, sehr erholsam, wohltuend und überraschend magisch. Plötzlich trat Stille in mein aufgeregtes Dasein, ich konnte auf einmal wieder in ein „normales Leben“ zurückkehren, und das hat mir gut getan. Doch in zunehmendem Maß habe ich dann gewisse Menschen vermisst. Aug in Aug, und nicht nur von Kamera zu Kamera. Das war bisweilen ein sehr bedrückendes Gefühl.

 

Womit zum Beispiel haben Sie sich die Zeit vertrieben?

Neuhauser Ich habe viel mehr gekocht als früher.

 

Was hat Sie jetzt nach Köln geführt?

Neuhauser Eine Miniserie mit vier Folgen. „Unter Freunden stirbt man nicht“ entsteht, für VOX und TVnow, nach einem israelischen Roman. Autor ist Noa Yedlin, im Original betitelte sich die Geschichte „Stockholm“ und ist eine wirklich witzige, aber auch herzerwärmende Komödie. Meine Partner in der Serie sind Iris Berben, Heiner Lauterbach, Walter Sittler und Michael Wittenborn. LH

Bei der österreichische Landkrimiserie „Vier Frauen und ein Todesfall“ spielt Adele Neuhauser die Rolle der Julie Zirbner, die Mordfälle aufklärt. ORF
Bei der österreichische Landkrimiserie „Vier Frauen und ein Todesfall“ spielt Adele Neuhauser die Rolle der Julie Zirbner, die Mordfälle aufklärt. ORF