Fall Weinstein: Millionen-Vergleich verhindert

Ein Richter hat die 19-Millionen-Dollar-Vereinbarung abgelehnt.
New York Der Rechtsstreit um Entschädigungen für einige der Klägerinnen des verurteilten Sexualstraftäters Harvey Weinstein zieht sich weiter in die Länge. Wie aus einem Gerichtsdokument vom Dienstag hervorgeht, bewilligte das Gericht in Manhattan die 19-Millionen-Dollar-Vereinbarung nicht. Anwälte anderer Opfer hatten den Vergleich zuvor als “zutiefst ungerecht” und “Verrat” an Weinsteins Opfern kritisiert. Dabei ging es der “New York Times” zufolge teilweise darum, dass Weinstein bei dem Deal keine Fehler eingestehen und kein eigenes Geld an die Opfer zahlen musste, sondern eine Versicherung seiner Filmfirma einsprang.
“Zweifelhafter Deal”
Der Richter stellte übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei einer Anhörung in Frage, dass die Klägerinnen in einem Vergleich zusammengefasst werden könnten. Auch zweifelte er insgesamt die Fairness des Deals an. Es sei “anstößig”, dass von dem Geld auch Anwaltskosten von Weinstein und seiner Partner in Millionenhöhe bezahlt werden sollten.
Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft hatte 2018 gegen Weinstein, dessen Bruder sowie die Produktionsfirma Klage eingereicht. Insgesamt gehe es bei dem Vergleich um knapp 18,875 Millionen Dollar (rd. 16,8 Mill. Euro). Für die Opfer seien Summen zwischen 7500 und 750.000 Dollar geplant.