35 Jahre nach Live Aid: Bittersüßer Rückblick von Bob Geldof

Menschen / 12.07.2020 • 22:32 Uhr
Bob Geldof ist enttäuscht von der Politik. ap
Bob Geldof ist enttäuscht von der Politik. ap

new york Die legendären Live-Aid-Konzerte vor genau 35 Jahren zugunsten der Hungerhilfe in Äthiopien bewirkten viel Gutes, aber offenbar nicht unbedingt für das Privatleben von Mitinitiator Bob Geldof. Er habe den Ruhm gehasst, der mit seinem damaligen Engagement einhergegangen sei, bekannte der irische Rockstar im Rückblick in einem Interview. „Es wurde unmöglich. Es hat sich total auf mein Privatleben ausgewirkt. Wahrscheinlich hat es mich am Ende meine Ehe gekostet.“

Das Ganze begann mit Band Aid, einem Bandprojekt mit Weltstars in Großbritannien, das Geldof gemeinsam mit Singersongwriter Midge Ure auf die Beine stellte. Mit von der Partie waren damals Bono, Phil Collins, George Michael und viele weitere Künstler, die im Jahr 1984 mit der Hitsingle „Do They Know It’s Christmas“ Geld für die Opfer der Hungersnot in Äthiopien sammelten. Im Folgejahr machte Geldof bei der amerikanischen Nachfolgeversion des Projekts mit, in dessen Rahmen das bekannte Lied „We Are the World“ entstand. Am 13. Juli 1985 fand dann das Live-Aid-Spektakel statt, das Geldof mitorganisierte und als eines der ehrgeizigsten globalen TV-Events in die Geschichte einging.

Er sei froh, dass er und seine Mitstreiter damals die Wohltätigkeitskonzerte durchgezogen hätten. Denn er glaube nicht, dass so etwas heute noch funktionieren würde. „Man muss sich doch nur die Clowns anschauen, die aktuell den Planeten regieren, um zu verstehen, dass so etwas nie wieder passieren könnte.“