Weinstein handelt Millionenvergleich aus

New York Der wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilte frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat sich mit einigen Klägerinnen auf einen fast 19 Millionen Dollar schweren Vergleich geeinigt. Wie die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mitteilte, soll mit dem Geld ein Fonds für die Opfer des einstigen Filmmoguls (68) geschaffen werden. “Diese Vereinbarung ist ein Sieg für alle Frauen, die sexuelle Belästigung, Diskriminierung, Einschüchterung oder Vergeltung durch ihren Arbeitgeber erfahren haben”, heißt es in der Mitteilung. Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft hatte 2018 gegen Weinstein, dessen Bruder sowie die Produktionsfirma Klage eingereicht. Insgesamt gehe es bei dem Vergleich um knapp 18,875 Millionen Dollar (rund 16,8 Millionen Euro). Für die Opfer seien Summen zwischen 7500 und 750.000 Dollar geplant, hieß es in Medienberichten.
Die Anwälte anderer Opfer kritisierten die Vereinbarung scharf und wiesen sie als “zutiefst ungerecht” zurück. “Sie ist ein völliger Verrat an den Weinstein-Überlebenden”, beklagten die Juristen Douglas H. Wigdor und Kevin Mintzer laut CNN. Sie zögen gegen die Einigung vor Gericht.