Wo es bald feine Kuchen und Torten von der Oma gibt

Markt / 09.07.2025 • 14:32 Uhr
Ahna KI-Bild 1
Generationenverbindend stellen sich die Initiatoren das Projekt vor. Noch ist es nicht so weit, das Bild, das von der KI erzeugt wurde, zeigt, wie es bald sein sollte. KI/A&Ä

Weil Kuchen bei Oma einfach einzigartig schmeckt und dieser auch das Potenzial für Zuverdienst und Gesellschaft bietet, haben sich eine Reihe von Vorarlbergern zusammengetan, um das möglich zu machen.

Schwarzach “Die Linzertorte von Oma ist unvergleichlich, ich freue mich immer auf ein Stück”, läuft einer Lauteracher Feinschmeckerin das Wasser im Mund zusammen. Mit ihrer Vorliebe ist sie nicht alleine. Viele Menschen schwärmen von den hausgemachten Leckereien von Ahna und Ähne, also von Oma oder auch manchmal Opa. Diese Sehnsucht und ganz handfeste Gründe waren es, die zuerst den Koblacher Markus Amann, bekannt u. a. als Obmann der Obst- und Gartenkultur Vorarlberg, aktiv werden ließen. Inzwischen hat er eine ganze Reihe engagierter Menschen aus Wirtschaft und Gesellschaft als Mitstreiter gewonnen, die daran arbeiten, dass die Idee Realität wird.

Wolfgang Sila, Andreas Alge
Wolfgang Sila und Andreas Alge sind nur zwei der Gründungsmitglieder von Ahna und Ähne – sie arbeiten daran, dass ihr Projekt bald an den Start gehen kann. VN/Sca

Ahna und Ähne heißt der Verein, der gleich mehrere Anliegen unter einen Hut bringen will. “Wir wollen älteren Menschen eine Aufgabe und die Möglichkeit für einen Zuverdienst eröffnen”, erklärt Obmann Wolfgang Sila. “Gerade Frauen bekommen niedrige Pensionen und müssen oft an allen Ecken und Enden sparen”, erklärt auch Andreas Alge, ebenfalls im Vorstand des Vereins. Doch das als “Herzensprojekt” bezeichnete Unterfangen will noch mehr: “Wir wollen auch die älteren Menschen, die oft alleine zu Hause sitzen, zurück ins Leben holen”, erklärt Initiator Amann. Mit den anderen Bäckerinnen und Bäckern, aber auch mit Menschen jeden Alters, die im Idealfall ins vereinseigene Café auf Kuchen und Kaffee und einen Schwatz kommen.

Vorbild “Vollpension”

Vorbild für den Vorarlberger Verein ist das Wiener Projekt “Vollpension”. Ein Vortrag der “Vollpension”-Gründer in Lustenau war es auch, der Amanns Idee Flügel verlieh. Jetzt geht es an die Umsetzung, wie Sila und Alge berichten. “Wir wollen keine Almosen verteilen, sondern die künftigen Mitarbeitenden anstellen mit allem, was dazugehört”, erklärt Alge. Dafür braucht es eine unternehmerische Struktur, eine GmbH. Schließlich wolle man betriebswirtschaftlich arbeiten, “wir wollen keine Förderung”, stellen die Vereinsvorstände klar. Was sie sich aber von der Politik erhoffen, ist Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten.

“Homebase” gesucht

Ahna und Ähne sind nämlich auch auf der Suche nach einem entsprechenden Betriebsgebäude, einer “Homebase”, wie Sila sagt. Er lenkt dabei sein Augenmerk einerseits auf das Rheintal, andererseits könnte er sich die Wiederbelebung einer leerstehenden Bäckerei oder eines nicht genutzten Gasthauses vorstellen. “Wir freuen uns über Angebote”, sagt Sila – mit einer Bäckerei ist er schon in Verhandlung. Und auch potenzielle Bäckerinnen und Bäcker können und sollen sich melden. Sie werden übrigens nicht einfach in die Backstube gestellt, sie werden eingeschult. Zuständig dafür ist der frühere Sternekoch und umtriebige Ex-Gastronomielehrer Wolfgang Ponier, der sich auch schon Gedanken über Backkurse oder gemeinsames Kekslebacken macht.

Vollpension
Vorbild “Vollpension”. In Wien wurde das “Generationenprojekt” zu einem Erfolg für alle, das inzwischen in mehreren europäischen Städten ausgerollt wurde. FA/Vollpension

“Seit unser Projekt bekannt ist, bekommen wir Zuspruch von allen Seiten”, freuen sich Amann, Alge und Sila. Selbstverständlich kann man auch Mitglied des Vereins werden, es gibt gleich drei Mitgliedschaften, vom aktiven Mitglied über eine Mitgliedschaft mit selbstgewähltem Beitrag bis zur “helfenden Hand” für Menschen, die mitarbeiten wollen. Der erste öffentliche Anlass ist am 5. September, da gibt es Kuchen am Junker-Jonas-Markt in Götzis, ebenfalls im September werden die Mitglieder des VIP-Clubs des Fußball-Bundesligisten Altach mit Kuchen und Dessert verwöhnt. Aber wie gesagt: Das soll nur der Start sein, denn inzwischen haben sich auch schon Interessenten aus der Gastronomie, Firmen und Institutionen gemeldet, die Kuchen von Ahna und Ähne anbieten wollen.

Ahna und Ähne

Der Verein ist im Aufbau und freut sich über Kontakte und Interesse in allen Bereichen

– KuchenbäckerInnen – Wanted!- backenwirsan@ahna-aehne.at

– Ahna und Ähne Location und sonstiges Engagement – info@ahna-aehne.at

– Mitgliedschaften – Egal ob „Helfende Hände“, monetäre Spende, Patenschaft durch ein Unternehmen  https://ahna-aehne.at/mitgliedsantrag.pdf.

– Einsatz des neuen Foodtrucks – melanie@ahna-aehne.at

Die Homepage: ahna-ähne.at