Auf Wolfurter Tennisplatz wird bald Handwerksbetrieb gebaut

Einer der größten Installateure des Landes baut seine regionale Präsenz aus. Der neue Standort im Unterland wird auf einem Tennisplatz realisiert – diesen Sommer steht er den Tennisspielern aber noch zur Verfügung.
Götzis, Wolfurt Im Jänner 2024 hat der Dorfinstallateur den Bregenzer Traditionsbetrieb Bechter Installationen übernommen, der seinen Standort seit vielen Jahren in der Kirchstraße hat. Und genau dieser Standort stellt das Unternehmen vor eine Aufgabe. Da der Betriebsstandort inzwischen in der Fußgängerzone liegt, ist die Logistik nicht einfach. Monatelang wurde vergeblich nach einem geeigneten Standort außerhalb der Fußgängerzone gesucht, jetzt wurde einer gefunden – allerdings nicht in der Landeshauptstadt und bis er in Betrieb gehen kann, dauert es noch etwas.
“Eine Rieseninvestition”
Das Unternehmen, das insgesamt über 270 Mitarbeiter beschäftigt, wird in Wolfurt einen neuen Betrieb errichten und dort die bisherigen Standorte Bregenz, Dornbirn und Wolfurt (derzeit in der Kesselstraße) zusammenfassen, informiert Geschäftsführer Samuel Feuerstein im Gespräch mit den VN. „Das ist für uns eine Rieseninvestition“, aber auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft, erklärt er, doch im Führungsteam – beim Dorfinstallateur sind Mitarbeitende „Mit-Unternehmer“ – konnte schnell eine Entscheidung getroffen werden: Der erste Schritt zur “Rieseninvestition” ist der Kauf eines insgesamt rund 6000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Wolfurter Achstraße. Es ist nicht irgendein Grundstück, sondern derzeit noch die Tennisanlage des UTC Wolfurt.

Verkauft wurde das Grundstück aber nicht von den Tennissportlern, sondern von der privaten Eigentümerin des Grundstücks, das in einem Baumischgebiet situiert ist. „Die heurige Saison ist für den Club gesichert, vielleicht auch noch die nächste“, erklärt Feuerstein. Denn nun beginnt erst die Planung des neuen Standortes des Dorfinstallateurs, auch über eine direkte Zufahrt zur Achstraße müssen noch Gespräche mit dem Land geführt werden – derzeit erfolgt die Zufahrt zum Tennisplatz über die Inselstraße. Die Verkehrsanbindung sei perfekt, erklärt Feuerstein, denn man komme auf kurzem Weg auf die Autobahn und auch Bregenz ist gut erreichbar.
“Keine Schachtel”
Die Belastung vor Ort halte sich in ganz engen Grenzen, versichert Feuerstein. Der Standort wird zwar neue berufliche Heimat für rund 70 Mitarbeiter, doch die arbeiten nur zum Teil vor Ort. Die meisten von ihnen werden auf Baustellen ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Zur weiteren Planung: Das Gebäude werde “keine Schachtel”, sondern zusammen mit bekannten Vorarlberger Architekten entwickelt. Dabei achte man natürlich auf Raumreserven für den Standort und eine vernünftige Verdichtung.

Dass man verantwortungsvoll mit den Firmenimmobilien und dem wertvollen Gut Boden umgehe, zeigt sich derzeit bei der Erweiterung des Standortes Feldkirch. Dort wurde eine Nachverdichtung realisiert und eine Tiefgarage mit 18 Plätzen geschaffen, ohne weitere Grundflächen zu versiegeln. Das erweiterte Gebäude steht kurz vor der Fertigstellung. Investiert wurden 3,5 Millionen Euro.

Wie vom Dorfinstallateur an allen Standorten gepflegt, werde man mit den neuen Nachbarn in Wolfurt offen kommunizieren, versichert Feuerstein. Die unmittelbare Nachbarin ist die Verkäuferin des Grundstücks, und sie freut sich, dass wir kommen.