So stehen in Vorarlberg 2025 die Chancen auf eigene vier Wände

Markt / 07.01.2025 • 11:52 Uhr
ABD0008_20230322 – WIEN – …STERREICH: ++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema “Wohnen / Mieten / Mietvertrag / MietpreisbremseÒ. Im Bild: Ein SchlŸssel und ein Mietvertrag aufgenommen am Dienstag, 21. MŠrz 2023, in Wien. – FOTO: APA/EVA MANHART
Die Nachfrage nach Mietwohnungen steigt im Land der Hüslebauer auch im laufenden Jahr. Davon gehen die immobilienexperten aus. APA/EVA MANHART

Aktuelle Studie: Zumindest leicht entspannt sich der Immobilienmarkt im Land. Nachfrage im Mietbereich am höchsten, aber auch Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser wieder stärker nachgefragt.

Lauterach, St. Pölten Besonders für das Land der Hüslebauerinnen und -bauer waren die letzten zwei Jahre schwierig – Wohneigentum zu schaffen, rückte für viele Menschen weit nach hinten. Nun wittert die Immobilienbranche in Vorarlberg wieder ein wenig Morgenluft nach dem beispiellosen Einbruch der vergangenen Jahre. Das zeigt die am Dienstag präsentierte Studie des österreichischen Marktführers Remax. Generell haben sich die Werte abgemildert bzw. verbessert: Die zuletzt rückläufige Nachfrage soll in diesem Jahr um 4,6 Prozent steigen, das würde zu einem Anstieg von 17,2 Prozentpunkten nach dem Nachfrageminus von 12,6 Prozent im vergangenen Jahr führen. Deshalb sei auch mit einem größeren Angebot am Vorarlberger Immobilienmarkt zu rechnen:  7,6 Prozent mehr Angebote als  im vergangenen Jahr seien, so die Studie, in Vorarlberg zu erwarten. Schnäppchen gibt es laut Remax aber nicht wirklich. Ein Preisrückgang bleibe erkennbar, allerdings mit 1,5 Prozent bleibt er im Rahmen.

Philipp Feurstein Remax
Remax Immowest-Geschäftsführer Philipp Feurstein: “Ich gehe davon aus, dass sich der Preis innerhalb des nächsten dreiviertel Jahres oder Jahres stabil halten wird. Danach wird es wieder zu Preissteigerungen kommen. FA

„Die Preise haben sich von sehr stark bis weniger stark entwickelt: Grundstücke sind vom Preisrückgang am meisten betroffen, an zweiter Stelle Einfamilienhäuser und am wenigsten Wohnungen. Luxusimmobilien sind weniger betroffen, wie auch Ferienimmobilien, aber auch hier hat der Markt reagiert“, informiert der Geschäftsführer von Remax Immowest, Philipp Feurstein.

Leichtes Nachfrageplus

Doch der Traum von der eigenen Immobilie ist für viele Vorarlberger nach wie vor weit weg: Denn vor allem Mietwohnungen halten sich bei der Nachfrage am besten und sollen in zentralen Lagen um 7,8 Prozent zulegen, am Stadtrand um 5,0 Prozent und in Landgemeinden um 5,7 Prozent. In Zentrumslage geht das Angebot ebenso zurück wie am Land. Die Mieten steigen auch heuer – um 5,7 Prozent in Zentrumslagen, 3,2 Prozent durchschnittlich am Stadtrand bzw. am Land, prognostiziert der Immobilienexperte.

Wohnbau Gisingen
Die privaten Wohnbauträger halten sich mit neuen Bauprojekten noch etwas zurück. FA/ETU

Dasselbe Bild bei Eigentumswohnungen: Die für die Studie befragten Immobilienfachleute rechnen in zentralen Vorarlberger Lagen mit einem Nachfrageplus um 4,3 Prozent,  die Preise gehen leicht um 0,8 Prozent zurück. Stärker ist der Preisrückgang am Stadtrand mit einem Minus von 3,8 Prozent Am Stadtrand und in den Gemeinden am Land wird um  4,0 Prozent mehr Nachfrage erwartet und ein Minus beim Preis von 3,8 Prozent erwartet. Auch Einfamilienhäuser werden wieder stärker nachgefragt, ebenfalls mit einer vorsichtigen Erleichterung von 3,8 Prozent bei den Preisen. Günstiger werden sollen, so die Studie, auch Grundstücke. Das Angebot steigt um 10,6 Prozent, die Preise sinken um rund 6,0 Prozent.

Zurückhaltende Bauträger

Zurückhaltung ortet die Studie bei Bauträgern, wenngleich größere, private Bauträger teils wieder auf Grundstücksuche sind.  Ein Thema bei potenziellen Interessenten sei „auch der Kauf eines sanierungsbedürftigen Hauses, weil die Finanzierung für einen Neubau schlicht zu teuer ist“, gibt Feurstein Auskunft. Er geht außerdem davon aus, dass die Preise heuer stabil bleiben, allerdings dann wieder steigen werden.