Schwieriges, aber starkes Jahr: Schulen in Afrika und Kunden in 111 Ländern

Vorarlberger Handelsunternehmen vereint soziale Verantwortung und Geschäftssinn. In einem schwierigen Jahr realisierte die Firma 2024 einen neuen Umsatzrekord und investiert in die Bildung von Kakaobauern.
Mäder Das Jahr 2024 hatte es in sich – auch für die Gunz Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Mäder. Die Weltmarktpreise für Kakao spielten im gerade zur Neige gegangenen Jahr verrückt. Damit musste auch Gunz, seit vielen Jahren Fairtrade-Partner und einer der größten Abnehmer von Fairtrade-Kakao in Österreich in diesem Produktsortiment, zurecht kommen. Und das ist gelungen.

Das vergangene Jahr, so Geschäftsführer Michael Tremel gegenüber den VN, war ein Jahr der Rekorde und der wegweisenden Projekte für den global tätigen Vorarlberger Lebensmittelhändler. „Mit einem Jahresumsatz von 191 Millionen Euro konnte ein neuer Firmenrekord aufgestellt werden.“ Parallel dazu hat das Unternehmen seinen internationalen Foodprint weiter ausgebaut und exportiert mittlerweile in 111 Länder. Neu sind die Märkte im südamerikanischen Venezuela und dem französische Departement Neukaledonien im Südpazifik. Auch die Zahl der Kunden hat weiter zugenommen. Gunz konnte die Zahl der Kunden um knapp zehn Prozent auf mittlerweile 10.000 steigern – „ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte“, freut sich Temel.
Herzensprojekt in Afrika
Der Vorarlberger Lebensmittelhändler setzt aber nicht nur auf Wachstum, sondern weiterhin auch auf soziales Engagement. Der Schulbau in Afrika, konkret in Elfenbeinküste, war in diesem Bereich der zentrale Fokus im Jahr 2024. Gemeinsam mit Fairtrade Österreich setze Gunz auf soziale Verantwortung und Bildungschancen, betont Temel, der die Vertragsbauern von Fairtrade und die Verhältnisse vor Ort anlässlich einer Exkursion aus erster Hand kennt.

Durch das Projekt „Schule baut Schule“ konnten bereits bedeutende Fortschritte erzielt werden, berichtet er. Ein Brunnen für sauberes Wasser ist bereits in Betrieb und verbessert nachhaltig die Lebensbedingungen vor Ort. Die neuen Schulen, die fast 1000 Kindern bessere Lernmöglichkeiten bieten werden, befinden sich in der finalen Bauphase und sollen voraussichtlich Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein. „Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll, wie Bildung und internationale Zusammenarbeit eine positive Veränderung bewirken können“, so der Firmenchef.
Blick in die Zukunft
Die Gunz Unternehmensgruppe richtet ihren Blick weiterhin nach vorne und die To-Do-Liste ist entsprechend ehrgeizig. Der Fokus für das Jahr 2025 liege auf der Entwicklung bzw. Gewinnung neuer Kunden, der Forcierung der Internationalisierung, der Digitalisierung sowie einem verstärkten Engagement für ökologische und gesellschaftliche Verantwortung.

„Unsere Ziele sind klar definiert: Wir wollen weiterwachsen, neue Märkte erschließen und unseren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Welt leisten,“ betont Gunz-Geschäftsführer Michael Temel.