Wie sich Vorarlberger auch heute noch eine Wohnung kaufen können

Markt / 17.11.2024 • 15:00 Uhr
Baurecht-Wohnungen Hefel Grabher
Wohnen im Baurecht: Beim diesem Kleinwohnprojekt in Hohenems kann Wohnungseigentum zu Preisen wie vor acht Jahren angeboten werden. FA

Lauteracher Wohnbauspezialist reagiert mit einem Bündel von Maßnahmen auf Flaute am Bau. Und ist überzeugt, dass die Krise vorübergehen wird, denn der Bedarf an Wohnraum sei vorhanden.

Lauterach Die Bauwirtschaft durchlebt insgesamt eine schwierige Zeit. So schwierig, dass sich viele Unternehmer gar nicht erinnern können, dass der Markt jemals so lange schwächelte. Für Baufirmen, die auch im Tief- und Gewerbebau tätig sind, gibt es Möglichkeiten, diese Flaute durch Aufträge in diesen Bereichen auszugleichen. Ein Unternehmen, das diese Möglichkeit nicht hat, ist die Lauteracher Hefel-Gruppe, die sich auf Wohnbau konzentriert hat, wie Geschäftsführerin Graziella Hefel im Gespräch mit den VN betont.

Bündel an Maßnahmen

Auf die Krise habe man selbstredend reagiert und ein Bündel an Maßnahmen definiert und umgesetzt. Etwa durch die stärkere Anbindung von Grabher Bau an das Mutterunternehmen in Lauterach – der Bauhof in Hohenems wurde verkauft, die Haus- und Mietverwaltung siedelte nach Lauterach, das ist auch für den Verkauf von Grabher Bau angedacht. „Wir wollen die Kompetenzen an einem Standort bündeln, um mit einer schlanken Organisation und effizienten Abläufen bestens gerüstet zu sein, wenn der Markt wieder Fahrt aufnimmt“, so Hefel im VN-Gespräch. Auch bei den Mitarbeitern gab es Anpassungen. Zum einen verzichtet das Unternehmen auf Leiharbeitskräfte, zum anderen wurden auch Stellen nach Pensionierungen oder von Mitarbeitern, die ausgeschieden sind, nicht nachbesetzt, informiert die Unternehmerin. Davon ausgenommen seien Schlüsselpositionen.

Graziella Hefel
Graziella Hefel, Geschäftsführerin der Hefel Immobiliengruppe: „Unser Ziel ist es, Menschen ins Eigentum zu bringen. Und da gibt es gute Möglichkeiten.“ Fa

Dass der Wohnbau wieder Fahrt aufnimmt, steht indes für die Firmenchefin außer Frage. „Wir haben ein Produkt, das Menschen brauchen“, stellt sie fest und verweist auf die Zahlen. „Für Vorarlberg wird ein jährlicher Bedarf von ca. 2600 neuen Wohneinheiten prognostiziert. Da in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten nur wenige Projekte umgesetzt wurden, ist ein deutlicher Angebotsengpass zu erwarten.“  Durch den Vorrat an baubewilligten Projekten sei das Lauteracher Bauunternehmen darauf sehr gut vorbereitet. Außerdem, so Graziella Hefel, verspüre man am Wohnungsmarkt im Land einen leichten Aufwind, der darauf hindeute, dass der Markt wieder langsam Fahrt aufnehme.

Hiobsbotschaften

Die Kaufzurückhaltung habe Gründe. „Die ständigen Hiobsbotschaften verunsichern Menschen, die eigentlich eine Wohnung anschaffen wollen“, so die studierte Architektin. Wie auch aus Bankkreisen zu hören ist, informieren sich die potenziellen Kunden überhaupt nicht mehr darüber, ob und zu welchen Konditionen Finanzierungen angeboten werden. „Dabei gibt es gute Möglichkeiten“, berichtet sie und meint damit nicht nur die attraktive Wohnbauförderung im Land. “Auch die Zinssenkungen der vergangenen Monaten helfen, doch die KIM-Verordnung sei wohl auch weiterhin ein Hemmschuh.   Eine Finanzierungscheck für die Interessenten gehöre im Lauteracher Unternehmen zum Standard. Und nicht nur das: Die Hefel Immobiliengruppe könne mit ihren verschiedenen Marken vom Premium-Projekt über Projekte im Baurecht und Wohnungen, die über das Internet angeboten werden, sehr individuell auf die Kunden eingehen. 

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Green-living-Projekt in Dornbirn mit außergewöhnlicher Satteldachbegrünung. FA