Illwerke VKW kaufen nächsten Windpark

Markt / 18.09.2024 • 18:04 Uhr
ABD0001_20240516 – MALLNOW – DEUTSCHLAND: 16.05.2024, Brandenburg, Mallnow: Am frŸhen Morgen leuchtet der Sonnenaufgang hinter Windenergieanlagen im Landkreis MŠrkisch-Oderland im Osten des Landes Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. – FOTO: APA/dpa/Patrick Pleul
Den Illwerke VKW gehören mittlerweile drei Windparks in Deutschland. APA

Landesenergieversorger expandiert weiter. Windpark in Rheinland-Pfalz gekauft.

Bregenz Liter um Liter rauscht das Wasser zehn Kilometer lang durch die Rohre abwärts, vom Lünersee bis zu den Turbinen in Latschau. Jeder Liter lässt die Kassen klingeln. Die Wasserkraft ist für die Illwerke VKW längst zur Goldgrube geworden. Dieses Geld soll bis 2040 investiert werden – und zwar nicht zu knapp. Neun Milliarden Euro möchte der landeseigene Energiedienstleister ausgeben. Das Geld fließt vor allem zurück in die Wasserkraft. Das Lünerseewerk II soll das größte Pumpspeicherwerk Österreichs werden. Ein Teil wird auch in den Glasfaserausbau und in die Windkraft investiert. Vergangene Woche hat der Konzern einen weiteren Windpark gekauft, gab Vorstand Christof Germann bekannt. Damit rücken die Illwerke VKW ihrem Windkraftziel einen Schritt näher.

Illwerke VKW kaufen nächsten Windpark

Wieder geht es um einen Windpark des deutschen Unternehmens Abo Energy. Im Mai kauften die Illwerke VKW bereits den Windpark Wintersteinchen. Vergangene Woche folgte der Windpark Schneeberg in Rheinland-Pfalz. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Eine Frage ist noch offen. Die Illwerke VKW haben den Windpark zwar gekauft, die umliegenden Gemeinden können sich aber mit bis zu 15 Prozent beteiligen. Diese Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen. Insgesamt möchte der Landesenergieversorger eine Milliarde Kilowattstunden mit Windkraft produzieren. Mit dem dritten Windpark in Deutschland kommen 80 Millionen dazu – macht bisher zusammen 200 Millionen Kilowattstunden Windkraft im Portfolio der Illwerke VKW.

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Ein Investitionsvolumen von neun Milliarden Euro geht an Vorarlberg nicht spurlos vorbei. Ein großer Teil dieses Geldes generiert Wertschöpfung im Land und in Österreich. Die Illwerke VKW wollten wissen, wie viel genau, und beauftragten Christian Helmenstein vom Forschungsinstitut Economica. Helmenstein stellte fest: Die Investitionen lösen in Österreich einen Bruttowertschöpfungseffekt von 5,3 Milliarden Euro aus. Davon werden 2,3 Milliarden Euro in Vorarlberg generiert. Das entspricht einem Jahresbudget des Landes. Helmenstein erläutert: „Regional wird die Baubranche am meisten von den Investitionen stimuliert.“ Aber selbst der Tourismus profitiert mit mehr als 30 Millionen Euro. Laut Berechnungen des Experten werden durch die Illwerke-Investitionen in Vorarlberg 1550 Jobs dauerhaft gesichert oder neu geschaffen. Österreichweit sind es 3800 Arbeitsplätze. Das und die Investitionen selbst bescheren wiederum der Bundesregierung rund 2,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben. Und Helmenstein betont: Davon landen nur 222 Millionen wieder in Vorarlberg.

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Fotos: VLK/Serra
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