Vorarlberg “sprudelt”: Nach Zurückhaltung 2023 gönnt man sich wieder ein Glas Sekt

Konsum von Schaumweinen hat heuer wieder angezogen. Besonders beliebt sind bei Vorarlbergs Konsumenten die “Sprudler” des Marktführers.
Schwarzach, Wien Sekt oder Selters? Dieses Frage beantworten Vorarlberger immer öfter mit „Sekt“. Das freut Eugen Lamprecht. Denn er ist Geschäftsführer von Österreichs führender Premium-Sektmarke. Und diese Feststellung ist nicht etwa der Marketingabteilung geschuldet -Schlumberger setzt sich beim Markttest 2024 des Marktforschungsinstitutes Market zum sechsten Mal in Folge gegen 21 nationale und internationale Mitbewerber im Schaumweinbereich durch und holt den Gesamtsieg bei der Konsumentenbefragung. Doch damit nicht genug: Lamprecht freut sich auch über die Nummer zwei dieses Tests: Die ebenfalls aus dem Hause stammende Marke Hochriegl liegt dicht hinter Schlumberger auf Platz zwei.
Mit den Festspielen verbunden
Was für ganz Österreich gilt, gelte für Vorarlberg erst recht, betont Lamprecht im Gespräch mit den VN. Vorarlberg findet sich mit Wien und Tirol unter den Top-3 Märkten des „Bubbles“-Herstellers. Zum einen natürlich, weil Schlumberger seit vielen Jahren der offizielle Schaumwein der Bregenzer Festspiele ist, zum andern, weil Vorarlberg eine Urlaubsdestination ist, in der die Gäste gerne ein Glas Sekt genießen, ebenso die „sehr qualitätsbewussten Konsumenten“ in Vorarlberg. Die österreichische Traditionsmarke Schlumberger ist außerdem seit vielen Jahren Partner der Bregenzer Festspiele. “Das eine ist ohne das andere nicht vorstellbar”, stellt der Firmenchef dazu fest. Vor, zwischen und nach den Aufführungen zählt der österreichische Premium-Sekt zu den beliebtesten Getränken, so Lambrecht, der nicht nur die Geschäfte von Schlumberger seit Februar führt, sondern auch ausgebildeter Sommelier ist.

Natürlich seien die Festspiele auch eine ideale Plattform für die Marke, skizziert er die Strategie von Schlumberger, sich über Kulturveranstaltungen auf höchstem Niveau zu positionieren. Denn das Ziel von Schlumberger wie des österreichischen Sektkomitees, in dem sich die Erzeuger zusammengeschlossen haben, ist es das Image des heimischen Sekts aufzupolieren. In Sachen Qualität sei man dank der Aktivitäten des Sektkomitees mit der internationalen Konkurrenz auf Augenhöhe. „In Anlehnung an die von uns entwickelte Herkunftspyramide für Sekt Austria, hat auch Deutschland seine Klassifizierung für Sekt erneuert.“ Kein Wunder, bietet sie doch auch Konsumenten Information über den Schaumwein.
Sektkonsum steigt
Die Konsumenten nutzen die angebotene Information und sie trinken nach einem schwierigen Jahr 2023 – der Absatz ging am Sektmarkt um 4,9 Prozent zurück, der Umsatz stieg aber um 3,5 Prozent – wieder gerne ein Glas Sekt. Rund fünf Flaschen (3,49 Liter) Schaumwein trinken die Frau und Herr Österreicher heuer durchschnittlich im Jahr – der Anteil österreichischer Sekte und insbesondere jener der Marken Schlumberger, Goldegg und Hochriegl im Einkaufskorb hat zugenommen (Markt insgesamt + 1,8 Prozent). Die Marken des Marktführers sind über den Branchenschnitt gestiegen.

„Vorarlberg ist für uns ein Prestigemarkt“, so Lamprecht beim VN-Gespräch. Die Kunden aus dem westlichsten Bundesland seien sehr qualitätsbewusst und das nicht nur bei einheimischem Sekt, sondern auch bei den berühmten Schaumweinen anderer Gebiete. In der Gastronomie werde man verstärkt auch im Westen präsent sein, „auch unsere Kellermeisterin Aurore Jeudy wird regelmäßig vor Ort sein“, um Fachleute und Sektfans zu begleiten und ihnen den Sekt aus Österreich noch schmackhafter zu machen. Neben der Sektkellerei sind in der Unternehmensgruppe weitere Produktionsbetriebe z. B. für den bekannten Mozart Likör sowie Handelsbetriebe wie Top-Spirit tätig. Schlumberger beschäftigt rund 270 Mitarbeiter.