Wichtiges Signal: 61 Mietwohnungen und ein Impuls für regionale Bauwirtschaft

Markt / 21.07.2024 • 15:51 Uhr
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Bisher klaffte an der Straße aus dem Vorkloster in die Innenstadt eine riesige Lücke. Nun entstehen an dieser Stelle neue Wohnungen zum Mieten. FA

Großes Vorarlberger Bankinstitut macht Nägel mit Köpfen und baut nachhaltige an einer Hauptverkehrsader der Landeshauptstadt. Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Bregenz Der Wohnbau und vor allem die Krise im Wohnbau beherrscht seit vielen Monaten die Schlagzeilen in ganz Österreich – auch in Vorarlberg, dem Land der Hüslebauer und Eigentümer. In dieser Gemengelage hat sich die Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken, zu einer Initiative entschlossen, die gleich in zwei Richtungen wirkt. Michael Alge, Vorstandsvorsitzender der Bank, bezeichnet die Initiative als starken Impuls: „Wir schaffen Wohnraum für die Menschen und können in herausfordernden Zeiten der Baubranche zugleich Aufträge geben.“

Raiba Bau Spatenstich
Spatenstich in der Rheinstraße (.l.): Martin Moosbrugger (Bau Moosbrugger), Thorsten Oderwald (zwei-a projektmanagement gmbh), Alexander Stuchly (GF zwei-a projektmanagement gmbh), Peter Fertschnig (Leitung Immobilien und Beteiligungen RLB, Michael Alge (Vorstandsvorsitzender RLB), Manfred Miglar (Vorstand RLB), Arnold Mangold (GF zwei-a projektmanagement gmbh, GF Mangold Bau), Stadrat Robert Pockenauer (Landeshauptstadt Bregenz), Martin Mangold (GF Mangold Bau). FA/Mittelberger

Die Bagger sind bereits aufgefahren, der Baustart ist nach dem Spatenstich Ende vergangener Woche schon erfolgt. Direkt an der Rheinstraße in Bregenz errichtet die Raiffeisen Landesbank Vorarlberg (RLB) auf eigenem Grund ein Wohn- und Geschäftsgebäude. Auf dem Areal entstehen zwei Gebäude mit einer Gesamtfläche von etwa 3400 Quadratmeter, informiert er im Gespräch mit den VN. In den Gebäuden finden 61 Wohnungen und zwei Geschäftsflächen Platz. Die Zwei- bis Dreieinhalb-Zimmerwohnungen werden ausschließlich zur Miete angeboten. „Viele Menschen und Familien werden hier neuen Wohnraum finden“, betont Raiffeisen Vorstand Michael Alge. Im Frühjahr 2026 sollen die ersten Mieter einziehen können.

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So wird der Wohnkomplex aussehen, wenn man auf der Rheinstraße von Hard Richtung Bregenzer Innenstadt fährt. FA

Nachhaltigkeit großgeschrieben

Die neuen Gebäude werden sich optimal in die Umgebung integrieren, betont der Raiffeisen-Vorstandschef. Zugleich sollen sie einer der Hauptverekehrsadern der Landeshauptstadt eine frische Optik geben, erwartet sich der Bauherr. Geachtet hat das Finanzinstitut bei diesem Bauprojekt explizit auf Nachhaltigkeit: Eine Erdwärmesondenanlage sorgt für die klimaschonende Beheizung der Objekte, auf dem Dach wird außerdem eine PV-Anlage errichtet. Die weiteren Bereiche des Dachs werden begrünt, um die durch den Bau versiegelten Flächen zu kompensieren. Auch um die Gebäude werden nach einem eigens dafür ausgearbeiteten Grünraumkonzept attraktive Grünflächen entstehen, erklärt Alge.

Regionale Wertschöpfung

Besonders freut man sich in der Baubranche über das Bauprojekt von Raiffeisen, in das die Bank rund 20 Millionen Euro investiert. „Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten für die gesamte Branche freut es uns, diesen Bau jetzt zu starten“, erklärt Alge. Entsprechend freuen sich auch die beteiligten Bauunternehmen: Die Arge Rheinstraße 24, die sich aus der Lochauer zwei-a Projektmanagement GmbH, einem Unternehmen der Mangold Holding und der a.stuchly GmbH und dem Lauteracher Bauunternehmen Bau Moosbrugger zusammensetzt, führt die gesamten Baumeisterarbeiten aus und zeichnet auch als Generalunternehmer verantwortlich. Zielsetzung sei es, auch für alle anderen Gewerke nur heimische Unternehmen zu beauftragen, die im näheren Umfeld des Bauprojekts ihren Firmensitz haben. Geplant und entwickelt wurde der Neubau von Architekt Claus Schnetzer von Schnetzer Kreuzer Architektur und Projektabwicklung in Lochau. Das Unternehmen übernimmt außerdem auch die Bauherrenbetreuung.