Formel-1-Piloten als Vorbild

Markt / 06.12.2023 • 19:14 Uhr
Weit über 200 Besucher kamen zur letzten Veranstaltung der Reihe „Unternehmer:in sein heute“ in diesem Jahr in den Gösser-Saal nach Bregenz. VN/Hartinger
Weit über 200 Besucher kamen zur letzten Veranstaltung der Reihe „Unternehmer:in sein heute“ in diesem Jahr in den Gösser-Saal nach Bregenz. VN/Hartinger

Hubert Rhomberg über Strategien, um Mitarbeiter zu rekrutieren und zu halten.

BREGENZ Wenn Hubert Rhomberg auf die Bühne tritt, dann weiß er sein Publikum durchaus zu unterhalten. Dies bewies der Geschäftsführer der Rhomberg Holding auch bei der jüngsten Auflage von Unternehmer:in sein heute im Gösser-Saal, zu der die Sparkasse Bregenz in Kooperation mit der Wiener Städtischen Versicherung und den VN lud. Das Motto lautete: Führung in herausfordernden Zeiten. Rhomberg gilt, was Innovationen im Bau und anderen Bereichen betrifft, als Visionär und Macher, dessen Blick stets nach vorne gerichtet ist. „Das liegt in meinem Naturell, ich brauche die Veränderungen, Starrheit ist mir fremd“, so seine Philosophie, was die aktuellen mannigfaltigen Herausforderungen betrifft.

Zum Strategen gereift

War er früher mehr vom Pippi-Langstrumpf-Denken „Ich mach mir die Welt“ beseelt, ist der 56-Jährige heute mehr zum Strategen gereift. Und nimmt dabei durchaus Anleihen an Zitate früherer erfolgreicher Formel-1-Piloten. Wie etwa Mario Andretti, Weltmeister von 1978, der einst meinte: „Wenn du alles unter Kontrolle hast, bist du zu langsam.“ Für Rhomberg eine Aussage, die unterstreicht, dass es für den Erfolg ein gewissen Risiko braucht. „Wer keines eingeht, ist kein Unternehmer, wer allerdings zu viel riskiert, ist nicht lange einer.“

Nun ist es in wirtschaftlich guten Zeiten nicht allzu schwierig, sich im Erfolg zu sonnen. Anders sieht es aus, wenn sich Krisen – wie sie derzeit auf der Welt zuhauf herrschen – einstellen. „Als Unternehmen wie wir, das in vielen unterschiedlichen Sparten mit zahlreichen Firmen aufgestellt ist, gibt es praktisch immer irgendwo etwas zu bewältigen.“ Bei einer der Galionsfiguren des Vorarlberger Wirtschaftslebens scheint dies ein besonderes Kribbeln auszulösen. Auch hier nimmt sich Rhomberg mit Ayrton Senna einen der besten Formel-1-Piloten aller Zeiten zum Vorbild. „Bei Schönwetter überhole ich drei, bei Schlechtwetter 15 Fahrer“, lautete ein berühmter Spruch des dreifachen brasilianischen Weltmeisters. „Wer also mit Schlechtwetter umgehen kann, wird am Ende gewinnen“, hat sich der Bregenzer Unternehmer dieses Credo verinnerlicht.

Teilen als Schlüssel der Zukunft

Wobei Erfahrung alleine für Rhomberg nicht mehr entscheidend ist. „Die Zukunft kann man nur gestalten, wenn man genug und die richtigen Mitarbeiter hat. Ansonsten nützt auch die tollste Strategie nicht.“ Hier sind vor allem die Führungskräfte gefragt, das Potenzial zu erkennen und zu entwickeln. „Ein Topmanagement muss auch andere Ideen zulassen.“ Überhaupt sei das Teilen von Knowhow einer der Schlüssel der Zukunft. „Wer teilt, schont Ressourcen und kann sich auch gegenseitig helfen.“ Über Internetplattformen ist ein weltweiter Austausch problemlos möglich. Große Möglichkeiten werde auch die KI bringen. „Sie wird alles verändern und man muss sich ihr neugierig öffnen.“ Um dann wieder mit einem Vergleich aus dem Motorsport abzuschließen. „Man muss Gas geben, aber auch so hi­neinbremsen, dass man die Ausfahrt sieht.“ CRO

V. l.: Gabriel Ramsauer (Russmedia Impact), Gerhard Lutz (Vorstand Sparkasse Bregenz), Referent Hubert Rhomberg und Alexander Meier (Landesdirektor Wiener Städtische).
V. l.: Gabriel Ramsauer (Russmedia Impact), Gerhard Lutz (Vorstand Sparkasse Bregenz), Referent Hubert Rhomberg und Alexander Meier (Landesdirektor Wiener Städtische).
Die Sparkassen-Vorstände Martin Jäger (l.) und Harald Giesinger (Spk. Dornbirn).
Die Sparkassen-Vorstände Martin Jäger (l.) und Harald Giesinger (Spk. Dornbirn).
Alexander Frischmann (l.) und Bernhard Ölz (Prisma Unternehmensgruppe).
Alexander Frischmann (l.) und Bernhard Ölz (Prisma Unternehmensgruppe).
Thomas Schwendinger (Valenz Versicherungsmakler, l.), Fabian De Stefano (Aon).
Thomas Schwendinger (Valenz Versicherungsmakler, l.), Fabian De Stefano (Aon).
V. l.: Martin Kohler (Karrenblick Wohnbau), Rechtsanwalt Martin Rützler und Gerhard Hämmerle (Spk. Bregenz).
V. l.: Martin Kohler (Karrenblick Wohnbau), Rechtsanwalt Martin Rützler und Gerhard Hämmerle (Spk. Bregenz).
Margarete (l.) und Luise Lingg (Fa. ­Nubesso).
Margarete (l.) und Luise Lingg (Fa. ­Nubesso).