Wer regionalen Produzenten eine große Bühne bereitet

Markt / 21.11.2023 • 16:45 Uhr
Die Mitarbeiter arbeiten mit großem Engagement daran, dass der neue Markt fristgerecht eröffnen kann. <span class="copyright">Fotos: VN/Paulitsch</span>
Die Mitarbeiter arbeiten mit großem Engagement daran, dass der neue Markt fristgerecht eröffnen kann. Fotos: VN/Paulitsch

Der Countdown läuft: Ab Donnerstag bekommen Lebensmittel aus Vorarlberg in Dornbirn noch mehr Platz im Scheinwerferlicht.

Dornbirn, Egg Es war eine Herkulesaufgabe, die in Dornbirn zu bewältigen war und noch einige Tage ist – doch ab Donnerstag, pünktlich um 7 Uhr, werden die Konsumenten im Dornbirner Schwefel in neuem Ambiente und mit einem überkompletten Angebot empfangen. Das verspricht Florian Sutterlüty, Mitglied der Geschäftsführung des gleichnamigen Lebensmittelhändlers. Im September gab das Unternehmen bekannt, dass es die im Land existierenden drei Billa-Plus-Märkte – also die ehemaligen Merkur-Märkte, übernimmt.

Florian Sutterlüty hat die Projektleitung inne: Vorarlberger Produzenten und ihre Erzeugnisse stehen im neuen Markt im Mittelpunkt.
Florian Sutterlüty hat die Projektleitung inne: Vorarlberger Produzenten und ihre Erzeugnisse stehen im neuen Markt im Mittelpunkt.

Anfang November startete der Umbau des ersten Markts im Dornbirner Schwefel. Drei Wochen später ist angerichtet. „Der Umbau konnte nur dank der guten Teamleistung in dieser Zeit realisiert werden”, erzählt Sutterlüty, während rund um ihn Regale bestückt und Schilder an der richtigen Stelle montiert werden. Es wird geputzt und transportiert, im Geschäft sind noch große Geräte im Einsatz, doch die wesentlichen Umbauten sind erledigt. Der Umbau folgte nachhaltigen Vorgaben – verwendet werden dabei auch Einrichtungen des ehemaligen Billa Plus.

Umbau in Rekordzeit

Die Anordnung der Regale und der Warengruppen wurde völlig neu geregelt, auch sind diese nicht mehr so hoch wie früher, also kundenfreundlicher. Mit Zwischenwänden wurde aus dem Billa-Plus-Markt ein „Superlüty”, denn der neue Markt ist mit 1700 Quadratmetern flächenmäßig der größte im Sutterlüty-Reich. Orientierung in der neuen Themenwelt findet man anhand großer gestalteter Plakate, welche die regionalen Partner des gerade mit dem Goldenen Zuckerhut, der wichtigsten Auszeichnung im deutschsprachigen Lebensmittelhandel, geehrten Regionalitätspioniers, vorstellen.

Schaut schon gut aus: Kurz vor der Eröffnung sind noch letzte Arbeiten auszuführen: z. B. das Bier auf den richtigen Platz bringen.
Schaut schon gut aus: Kurz vor der Eröffnung sind noch letzte Arbeiten auszuführen: z. B. das Bier auf den richtigen Platz bringen.

„Wir schalten alles auf, was Vorarlberg zu bieten hat”, beschreibt Sutterlüty das Sortiment im Dornbirner Schwefel. Das bedeutet auch ein größeres Sortiment bei den regionalen Produkten, ansonsten werde man das komplette Angebot führen, wie die Kunden es gewohnt sind. Summa summarum werden über 28.000 Produkte angeboten, je nach Saison könne das Angebot variieren. Doch der Umbau des Markts, war längst nicht alles auf der To-do-Liste: Die von Billa Plus übernommenen Mitarbeiter – insgesamt sind 56 Personen im neuen Dornbirner Markt beschäftigt – wurden in die Sutterlüty-Welt integriert, „sie wurden in unseren anderen Märkten mit unserer Philosophie und unserem Angebot bekannt gemacht”, erklärt der Handelsmanager, auch die Infrastruktur-Mitarbeiter wurden geschult.

Große Plakate machen auf die Partner des Handelsunternehmens und ihre Produkte aufmerksam.
Große Plakate machen auf die Partner des Handelsunternehmens und ihre Produkte aufmerksam.

Altach und Rankweil Anfang 2024

Der Markt in Dornbirn ist die Premiere, die Märkte in Rankweil und Altach sollen im ersten Quartal des Jahres 2023 von Billa Plus zu Sutterlüty transformieren. In Rankweil wird auch ein Restaurant geplant, in Altach soll der ganze Markt auf neue Beine gestellt werden. Rund acht Millionen Euro kosten die Umbaumaßnahmen, wie Eigentümer und Geschäftsführer Jürgen Sutterlüty anlässlich der Übernahme Ende August informierte.

Der Markt bekommt durch die neue Aufteilung und durch niedrigere Regale ein anderes, „wohnliches" Gesicht, so Florian Sutterlüty.
Der Markt bekommt durch die neue Aufteilung und durch niedrigere Regale ein anderes, „wohnliches" Gesicht, so Florian Sutterlüty.