Sanierer Geiwitz will Klarheit bei Signa

Markt / 09.11.2023 • 22:10 Uhr
Auf Sanierer Arndt Geiwitz kommt jetzt viel Arbeit zu. APA/Kienzle
Auf Sanierer Arndt Geiwitz kommt jetzt viel Arbeit zu. APA/Kienzle

Handelsexperte hält jedoch Insolvenz für wahrscheinlich.

Wien Auch am Tag nach der Entmachtung von Signa-Mastermind René Benko durch seine milliardenschweren Investoren sind Fragen rund um den angeschlagenen Immobilien- und Handelskonzern offen. Fakt ist, Sanierer Arndt Geiwitz übt die bisherigen Stimmrechte von Benko aus. Laut Ö1 will Geiwitz bis Ende November klarmachen, wie er sich die Restrukturierung vorstellt, was unbedingt notwendig ist.

Der Signa-Konzern mit einer Bilanzsumme von zuletzt 27 Mrd. Euro bleibt weiterhin undurchsichtig. Wer wo in der Signa wie viel einschießen wird müssen, will Geiwitz in spätestens drei Wochen wissen. Das Geiwitz-Team und zwei Anwaltskanzleien schauen sich jetzt die wichtigsten Immobilienbereiche der Signa an. Sie prüfen weitere Geschäftsaussichten – also wo etwas verdient werden kann, wo es Kaufinteressenten gibt.

Der deutsche Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein hält eine Insolvenz bei René Benkos Firmengruppe Signa für wahrscheinlich. Alle Signale würden darauf hindeuten, „dass es nicht nur Zahlungsschwierigkeiten gibt, sondern das Unternehmen unter Umständen kurz vor einer Insolvenz steht“, sagte Heinemann ebenfalls auf Ö1. Vieles sei bei dem Firmengeflecht von rund 1000 Firmen unklar. Zwischen diesen Firmen würden auch Geschäfte laufen.