Vier-Tage-Woche bei reduziertem Gehalt

Markt / 20.09.2023 • 18:58 Uhr
Elko König in Rankweil reduziert die Arbeitszeit für die gesamte Belegschaft auf eine Vier-Tage-Woche. vn
Elko König in Rankweil reduziert die Arbeitszeit für die gesamte Belegschaft auf eine Vier-Tage-Woche. vn

Elko König muss erneut auf massiven Umsatzrückgang reagieren.

Rankweil Der Motorenkomponentenhersteller Elko König ist weiter mit einem massiven Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich konfrontiert. Bereits im Mai hat man vorsorglich 70 Mitarbeiter im Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet.

Vier Tage statt Kündigungen

Um neuerliche Kündigungen zu verhindern, geht man nun einen anderen Weg. Wie Geschäftsführer Herbert Brandstötter erklärt, führe man zwischen 1. November 2023 und 31. Dezember 2024 die Vier-Tage-Woche ein. Das bedeute eine zehnprozentige Reduktion der Arbeitszeit.

Dies bringt auch eine Reduktion der Löhne und Gehälter mit sich. Genau genommen aber nur kurz. Denn Elko König müsse wie andere Betriebe auch zeitgleich ab 1. November die neuen Kollektivvertragsabschlüsse umsetzen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit einer Erhöhung um neun bis zehn Prozent konfrontiert sein werden.“ Diese zu erwartende KV-Erhöhung kompensiere man folglich mit der gleichzeitigen Reduktion von Arbeitszeit und Löhnen sowie Gehältern in dieser ungefähren Dimension. „Die Mitarbeiter verdienen in etwa gleich viel wie 2023, haben aber einen zusätzlichen Tag frei.“

Bei einer Befragung der Belegschaft hätten drei Viertel für die Vier-Tage-Woche gestimmt. Bei jenen, die nicht zugestimmt haben, hoffe man noch auf einen Erfolg im persönlichen Gespräch.

König-Geschäftsführer Herbert Brandstötter.
König-Geschäftsführer Herbert Brandstötter.