Betrugsskandal: Zweite Selbstanzeige und am Ende der Woche die erste Haftprüfung

Die Zahl der Beschuldigten ist nun auf zumindest sieben gestiegen. Der zweite Selbstanzeiger soll mit Schadenersatzzahlung auf tätige Reue und Straffreiheit hoffen.
Feldkirch Im Fall des mutmaßlichen Millionenbetrugs im Umfeld von Siemens, in den unter anderem die Vorarlberger Krankenhausbetriebs-gesellschaft (KHBG) involviert ist, hat es offenbar eine zweite Selbstanzeige gegeben. Wie am Sonntag die „Neue” online unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Feldkirch berichtete, hofft eine weitere Person mit Schadenersatzzahlung auf tätige Reue und damit Straffreiheit.
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Dadurch erweiterte sich der Kreis der Beschuldigten, mindestens sieben Personen sollen demnach in den mutmaßlichen Betrug involviert gewesen sein. Der Selbstanzeiger – der bis dato nicht als Beschuldigter geführt worden war – wolle mit den Behörden kooperieren, hieß es. Die Anzeige ist laut Staatsanwalts-sprecherin Karin Dragosits bereits am Freitag eingegangen. Auch der zweite Selbstanzeiger soll einen Geldbetrag als Schadenersatz hinterlegt haben. Der erste Betroffene – ein Mann aus der Bauwirtschaft – soll eine siebenstellige Summe hinterlegt haben.
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Am Freitag hatte es seitens der Staatsanwaltschaft bereits geheißen, dass sich die Causa noch ausweiten könnte und mehr Personen als bisher angenommen Teil davon gewesen sein könnten. Die Behörde ging von langwierigen Ermittlungen aus. Die Beschuldigten sollen teilweise geständig sein. Vier Personen sitzen in Untersuchungshaft, darunter zwei mittlerweile entlassene Mitarbeiter der Bauabteilung der KHBG. Gegen einen pensionierten KHBG-Mitarbeiter wird auf freiem Fuß ermittelt. Die Beschuldigten sollen durch überhöhte Rechnungen Schaden in Millionenhöhe verursacht haben.
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Laut Strafprozessordnung muss 14 Tage nach erstmaliger Verhängung der U-Haft über deren Fortsetzung in einer Haftverhandlung entschieden werden. Diese muss also spätestens am Freitag über die Bühne gehen, sie ist nicht öffentlich.