Millionenpleite für Hohenemser Bauträger

Bauträger mit Sitz in Oberösterreich und Verwaltung in Hohenems beantragt Sanierung: 5,6 Millionen Euro Schulden.
Über das Vermögen der Firma Ibusoski Bau GmbH, die ihren Sitz in der oberösterreichischen Stadt Perg hat, allerdings die Verwaltung und Führung der Geschäfte durch die Geschäftsleitung ausschließlich über die Zweigniederlassung in Hohenems abwickelt, wurde das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Feldkirch eröffnet. Geschäftsführer ist Bakar Ibusoski, Gesellschafterin ist die Ibusoski Bau Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Hohenems. Das Unternehmen ist als Bauträger aktiv und hat zum Beispiel eine Wohnanlage in Frastanz realisiert, laut Firmenhomepage ist ein weiteres Projekt in Lustenau in Planung, außerdem besitzt und vermietet die Firma Immobilien in Bregen, Frastanz und Lustenau. Außerdem ist die Ibusoski-Bau laut eigenen Angaben als Arbeitskräfteüberlasser tätig.
Betroffen sind laut Schuldnerangabe 29 Mitarbeiter und 25 Gläubiger. Laut Geschäftsführer Bakar Ibusoski beträgt die Höhe der Verbindlichkeiten 5,6 Millionen Euro.

Zum Sanierungsverwalter wurde Anwalt MMag. Tobias Gisinger, 6850 Dornbirn, bestellt. Der von der Schuldnerin eingebrachte Sanierungsplanvorschlag lautet: 20 prozent, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans. Die Finanzierung soll durch die Fortführung des Unternehmens erwirtschaftet werden. Der KSV1870 hat mit der Überprüfung dieses Sanierungsplans mit Eigenverwaltung begonnen. Verhandelt und abgestimmt über den Sanierungsplan wird am LG Feldkirch am 5. Oktober 2023.
Das im Jahr 2018 gegründete Unternehmen hat den Firmensitz zwar noch in Perg im Mühlviertel. Die Verwaltung und Führung der Geschäfte erfolgen jedoch ausschließlich in der Zweigniederlassung in Hohenems. Aufgrund einer Betriebsprüfung ergaben sich Abgabenzahlungen in Höhe von rund 4,9 Millionen Euro. Aufgrund der konjunktur- und saisonal bedingt schwachen Marktlage will sich das Schuldnerunternehmen in den nächsten Wochen neu aufstellen. Für diese Übergangsphase werde das Unternehmen – vorübergehend – geschlossen.