Bewährter Berufsbildner muss Insolvenz anmelden

Bekanntes Erwachsenenbildungsunternehmen schlittert in Insolvenz.
Bregenz Die Bregenzer Comino Unternehmensberatung und Erwachsenenbildung GmbH, im Jahr 2004 gegründet, ist ein bedeutender Mitspieler am Vorarlberger Markt für Erwachsenenbildung bzw. der beruflichen Weiterbildung. Laut Unternehmen werden derzeit 20 Mitarbeiter beschäftigt, die im Auftrag von Arbeitsmarktservice bzw. dem Land Kurse geben, um Jobsuchende bzw. auch Flüchtlinge fit für die beruflichen Herausforderungen machen. Und das machen sie, so die Hauptauftraggeber, gut. Nun musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Die Höhe der Verbindlichkeiten wird mit zumindest 1,3 Millionen Euro angegeben.
Die vergangenen Wochen waren die Eigentümer weniger mit ihrer Kernaufgabe beschäftigt. Werner Bey und Ariane Winder-Bey kämpften für das Überleben ihres Unternehmens. Sie versuchten einen stillen Ausgleich zu erreichen, wendeten sich dafür sogar an höchste Stellen. Doch die Österreichische Gesundheitskasse ließ sich auch angesichts einer drohenden Insolvenz nicht auf eine außergerichtliche Einigung ein.
Ob die Insolvenzverwaltung den schuldnerischen Betrieb ohne weitere Nachteile für die Gläubiger fortführen kann, wird sich zeigen, berichtet der Gläubigerschutzverband KSV 1870. Diese Entscheidung wird zeitnah von der Insolvenzverwaltung zu treffen sein. Insbesondere bleibt abzuwarten, ob der Schuldner in der Lage ist, belastbare Planungsunterlagen für die kommenden Wochen und Monate der Masseverwaltung kurzfristig vorzulegen. Zum Insolvenzverwalter wurde Anwalt Matthias Kucera, 6971 Hard bestellt. Die erste Prüfungstagsatzung wurde mit 5. Oktober 2023 festgelegt.